Weichen für Entwicklung gestellt

Wohnhäuser auf alten Spielplätzen

Da schaukelt schon lange kein mehr. Vielleicht aber in absehbarer Zeit wieder: Wenn aus den früheren Spielplätzen Grundstücke für Wohnhäuser geworden sind, in denen Kinder im heimischen Garten toben dürfen.

VREDEN

, 09.12.2015, 19:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Weichen für Entwicklung gestellt

Einer der drei ehemaligen Spielplätze am Middelweg.

Die Weichen für diese Entwicklung hat jetzt der Bau- und Planungsausschuss gestellt. An gleich Stellen werden Flächen frei, die die Stadt früher als Spielplätze angelegt hatte: an der Liemarstraße, am Middelwegg und an der Helene-Weber-Straße. Die Beschlüsse fielen jeweils einstimmig.

Plätze auf dem Prüfstand

Einig waren sich Politik und Verwaltung, dass der Bedarf für die drei Spielplätze vor Ort nicht mehr gegeben ist. Die Stadt setzt damit einen weiteren Baustein ihres Spielplatzkonzepts um: Der Rat hatte dafür bereits im Jahr 2010 die Weichen gestellt, um die einzelnen Plätze auf den Prüfstand zu stellen. Externe Gutachter hatten der Stadt Vreden ein klares Zeugnis ausgestellt: Sie verfügt, gemessen an ihrer Siedlungsgröße über zu viele Spielplätze, die allesamt auch einen entsprechenden Aufwand bei der Unterhaltung haben.

Gremium gab grünes Licht

Das Konzept hatte die Spielplätze in verschiedene Kategorien eingeteilt. Die drei jetzt betroffenen Flächen galten als "zukünftig entbehrlich", was gleichzeitig verdeutlicht: Ihr Verlust ist zu verschmerzen. Der Bauausschuss hatte das auch so gesehen, als das Thema im September vergangenen Jahres erneut auf den Tisch kam. Das Gremium gab seinerzeit grünes Licht für die Aufgabe der Spielplätze am Middelweg, an der Helene-Weber-Straße und an der Liemarstraße.

Der zweite Schritt sollte diesem ersten jetzt folgen, denn planerisch gibt es noch einiges zu tun. Die Stadt muss die jeweiligen Bebauungspläne ändern. Sie schafft damit die Voraussetzungen, damit auf den drei Flächen auch Wohnhäuser gebaut werden können. Die Verwaltung hat dafür den Weg des beschleunigten Verfahrens gewählt. Sie will dadurch erreichen, möglichst zügig die Nutzung als "Allgemeines Wohngebiet" erreichen zu können.

Unterschiedlich groß

Das größte der drei Gebiete liegt an der Liemarstraße. Die Fläche hat eine Größe von 1458 Quadratmetern, die für unterschiedliche Zwecke dienen könnten: Denkbar seien Wohnbebauung, aber auch ein Kindergarten oder "sonstige Anlagen für soziale und kirchliche Zwecke". Die anderen beiden Grundstücke fallen deutlich kleiner aus: Die Fläche an der Helene-Weber-Straße hat 586 Quadratmeter und die Fläche am Middelwegg 585 Quadratmeter.

 

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