Weiter zwei Sekunden Vorlauf für Radfahrer

Ampelschaltung soll bleiben

Fast zwei Monate sind vergangen, seit die Ampelschaltung an der Kreuzung Winterswijker Straße (K24) – Landesstraße 608 geändert wurde. Damals hagelte es Proteste, weil die Vorlaufzeit für Fußgänger und Radfahrer erheblich verkürzt worden war. Aber: Die Verantwortlichen haben entschieden, dass die aktuelle Schaltung sich bewährt hat. Sie soll bleiben.

VREDEN

, 06.10.2015, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am vergangenen Donnerstag trafen sich Vertreter des Landesbetriebs Straßen NRW als Straßenbaulastträger mit Vertretern der Polizei, des Vredener Ordnungsamtes und des Fachbereichs Verkehr des Kreises vor Ort, wie Bernhard Sieverding, Leiter der Abteilung Verkehrssicherheit des Kreises Borken, gestern mitteilte. „Am 14. August haben wir die Umlaufzeiten der Ampelschaltung an der Kreuzung Winterswijker Straße/Landesstraße 608 verkürzt mit der Absicht, dort die Wartezeiten für die Verkehrsteilnehmer zu verringern“, brachte er noch einmal in Erinnerung, warum die Zeiten überhaupt geändert worden waren. Und dieses Ziel, so Sieverding in der Pressemitteilung weiter, sei erreicht worden.

Rückstau vermeiden

Weniger lang warten müssen nun die rechtsabbiegenden Autofahrer: Bislang hatten die Radfahrer und Fußgänger, die von der Winterswijker Straße die Umgehung queren wollten, Grün – und erst elf Sekunden später konnten die Autofahrer, die in in Fahrtrichtung B 70 (Baumwollstraße) unterwegs waren, starten. Das hatte oft einen Rückstau auf der Winterswijker Straße in Richtung Industriegebiet zur Folge. Durch die Veränderung an der Ampelschaltung wurde diese Vorlaufzeit für Radler und Fußgänger auf zwei Sekunden verkürzt. So, wie es landesweit üblich ist.

Richtlinien eingehalten

„Die Änderung war richtlinienkonform und wird vielerorts ohne Unfallaufälligkeit praktiziert“, sagte Sieverding dazu. Die Proteste von besorgten Müttern und Vätern, die die Schulwegsicherheit in Gefahr sahen, nahmen die Verantwortlichen aber zum Anlass, um sich jetzt gemeinsam vor Ort ein Bild zu machen. Sieverdings Fazit: Die Befürchtungen, dass die Sicherheit insbesondere der Radfahrer beeinträchtigt wird, könne er nicht bestätigen. Auch die begleitenden Maßnahmen hätten gegriffen: Die Autofahrer hätten nun das erforderliche freie Sichtfeld auf die bevorrechtigten Radler und Fußgänger – und ein gelbes Warnsignal für den rechtsabbiegenden KFZ-Verkehr sei neu justiert worden. Darüber hinausgehenden Änderungsbedarf sehen die Verkehrsfachleute derzeit nicht. „Neue Verkehrsregelungen bedürfen einer gewissen Eingewöhnungszeit“, meint Sieverding aus langjähriger Erfahrung. Das konnte Stefan Busch vom Vredener Ordnungsamt gestern auf Anfrage bestätigen: Zuletzt habe es wegen der Ampelschaltung keine Beschwerdeanrufe mehr gegeben. 

 

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