Weniger Unfälle auf Vredens Straßen im Jahr 2018

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Weniger schwere Unfälle, weniger Verletzte, weniger Drogenfahrer – die Vredener Unfallstatistik 2018 zeigt erfreuliche Tendenzen. Überschattet aber wird sie von einer Todesfahrt.

Vreden

, 22.03.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Leichtsinn, grobes Fehlverhalten oder auch nur ein Moment der Unachtsamkeit – Verkehrsunfälle können in Sekundenbruchteilen Leben zerstören, Menschen verletzen und Werte vernichten. Wie oft es und unter welchen Umständen es in Vreden im vergangenen Jahr gekracht hat, das geht aus der aktuellen Unfallstatistik hervor, die die Kreispolizeibehörde jetzt veröffentlicht hat. Hier sind die wichtigsten Zahlen und Tendenzen für Vreden:

75 schwerwiegende Unfälle hat die Polizei im vergangenen Jahr in Vreden gezählt. In diese Kategorie fallen alle Unfälle mit verletzten Menschen sowie diejenigen Unfälle, bei denen ein Fahrzeug so schwer beschädigt wurde, dass es nicht mehr fahrbereit war. Die gute Nachricht: Die Zahl der schweren Unfälle ist in Vreden deutlich gesunken. 2017 ereigneten sich noch 97 schwere Unfälle.

81 Menschen sind 2018 bei Verkehrsunfällen verletzt worden, 27 weniger als im Jahr zuvor. Auch die Zahl der Schwerverletzten ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr gesunken: 2018 waren es 18, im Jahr davor 22.

1 junger Mann verlor am 16. Februar sein Leben, als eine fröhliche Spritztour von vier jungen Vredenern auf der Widukindstraße in Höhe des Gymnasiums ein tragisches Ende fand. Der 22-jährige Fahrer des Wagens wurde später wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Als Unfallursache hatte ein Gutachter überhöhte Geschwindigkeit festgestellt. Kreisweit kamen im vergangenen Jahr 18 Menschen ums Leben.

10 Prozent aller Unfälle kreisweit führt die Polizei auf überhöhte Geschwindigkeit zurück. Die häufigsten Unfallursachen sind Missachtung der Vorfahrt (31 Prozent), Abbrems- und Wendemanöver (27 Prozent), zu geringer Abstand (16 Prozent), Überholmanöver (4 Prozent), Alkohol (6 Prozent) und Drogen (1 Prozent).

9 Autofahrer, die 2018 an Unfällen in Vreden beteiligt waren, standen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. 2017 waren es noch 12. Kreisweit wurden 152 Unfallfahrer positiv auf Drogen oder Alkohol getestet.

3 Vredener Schüler wurden 2018 auf dem Schulweg in Unfällen verletzt, einer weniger als im Jahr zuvor. Die gute Nachricht: Alle Schulwegunfälle gingen glimpflich aus. Die Kinder wurden nur leicht verletzt.

36 Fahrrad- und Pedelecfahrer verunglückten im Jahr 2018 auf Vredens Straßen. Im Jahr zuvor waren es 44. Mit dem Rückgang der Fahrradunfälle hebt sich Vreden vom Trend im Kreis und im Land ab. Dort ist die Zahl der Radunfälle angestiegen. Um die Zahl der Radunfälle vergleichen zu können, wird die Häufigkeit auf 100.000 Einwohner hochgerechnet. Danach ergeben sich folgende Vergleichszahlen (in Klammern die Werte von 2017):

  • Vreden 159,6 (194,6)
  • Kreis: 188,3 (183,6)
  • NRW: 105,2 (91,7)

121 Fahrer ergriffen 2018 bei Unfällen in Vreden die Flucht. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um fast 25 Prozent. Kreisweit ging im gleichen Zeitraum die Zahl der Unfallfluchten um 2,7 Prozent auf 2141 zurück.

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