Widukindstadion bekommt eine 400-Meter-Wettkampfbahn – Details noch völlig offen

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400-Meter-Bahn oder 300-Meter-Bahn? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Vredener Rat in der vergangenen Sitzung. Das Ergebnis war am Ende eindeutig. Die Details sind aber noch völlig offen.

Vreden

, 28.09.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Diskussionen über die Neugestaltung des Schulzentrums mit Widukindstadion, die in einen Bürgerentscheid gipfelten, hallen in Vreden noch immer nach. Das Ergebnis im Mai fiel deutlich aus: 63 Prozent stimmten für den Erhalt der Schulstraße und des Widukindstadions. Damit wurde der Ratsbeschluss vom 21. November 2018 aufgehoben. Abgeschlossen ist das Thema damit aber noch lange nicht.

Am Mittwochabend drehte es sich im Vredener Rat um die Grundsatzentscheidung: Gibt es zukünftig eine 400-Meter-Wettkampfbahn oder 300-Meter-Wettkampfbahn im Widukindstadion? Sie sollte geklärt werden, bevor sich der Rat in Abstimmung mit den Interessenverbänden mit den Detailfragen beschäftigt.

Klares Votum für eine 400-Meter-Wettkampfbahn

Schnell kristallisierte sich heraus, dass es anders als in vorherigen Diskussionen überfraktionell ein genereller Konsens besteht. Geschlossen sprach man sich für die 400-Meter-Wettkampfbahn aus. Heinz Gewering, Fraktionsvorsitzender der CDU, erklärte: „Wir haben uns mit der Bürgerinitiaitive und anderen Vertretern beraten und sprechen uns nun für eine wettkampftaugliche 400-Meter-Bahn aus.“

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Ebenfalls brachte er den Gedanken ins Spiel, am ehemaligen Kolpingspielplatz eine Zweifachsporthalle zu errichten. „Wir haben nur begrenzten Platz zur Verfügung und damit könnte man das Ganze etwas entzerren. Man müsste natürlich schauen, ob es an dieser Stelle überhaupt möglich ist.“ Klarer war seine Ansage zu einem anderen Punkt: „Wir brauchen dringendst eine Mensa für die Sekundarschule! Wir würden uns wünschen, das einmal visualisieren zu lassen.“

Breite Zustimmung aus allen Fraktionen

Zustimmung erhielt der CDU-Mann von Gerd Welper (Grüne): „Eine 300-Meter-Bahn will kein Mensch. Und ich bin ebenfalls der Meinung, dass wir so schnell wie möglich eine Mensa brauchen.“ Den zwischenzeitlich ins Spiel gebrachte Kunstrasenplatz lehne er aber ab: „Das werden wir auf keinen Fall mittragen. Die Vereine sind – zum Beispiel beim Speerwurf – auf Naturrasen angewiesen.“

Reinhard Laurich (SPD) sprach sich ebenfalls gegen eine 300-Meter-Bahn aus: „Die Stellungnahmen von Schulen und Vereinen waren eindeutig.“ Auch die UWG in Person von Elmar Kampshoff schloss sich an. Er wünschte sich aber: „Wenn die Vertreter der Vereine, Schulen und Bürgerinitiative sich beraten, dann sollte auch die Politik mit an den Tisch geholt werden.“ Im direkten Gespräch könne man am einfachsten über die verschiedenen Varianten diskutieren.

Markus Gebing äußert seine Bedenken

Bedenken äußerte am Mittwoch einzig und allein Markus Gebing (CDU): „Mit einer 400-Meter-Wettkampfbahn wird alles verbaut. Dem kann ich nicht zustimmen.“ Bei der anschließenden Abstimmung über die 400-Meter-Bahn enthielt er sich als einziger.

Gleichzeitig wurde beschlossen, dass je Fraktion ein Mitglied am Treffen mit den Vereinen und Schulen teilnehmen darf. „Es ist aber wichtig, dass die Interessengruppen in den Diskussionen das nötige Gewicht behalten“, erklärte Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch. In diesem Gremium geht es nun um die Detailfragen wie die Gestaltung der Innenfläche der Rundlaufbahn und die Zukunft des Everplay-Platzes. Dass eine der vorliegenden Varianten eins zu eins umgesetzt wird, gilt mittlerweile als unwahrscheinlich.

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