Wunder der Natur bestaunt beim Aktionstag der Biologischen Station Zwillbrock

Biologische Station Zwillbrock

Hobbygärtner, Apfelfreunde, Pilzsammler und Honigliebhaber waren beim Aktionstag bei der Biologischen Station Zwillbrock richtig. Es gab Infos sowohl über den Prinzenapfel wie über Pilze.

Vreden

, 08.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Obstbaumexperte Christoph Lünterbusch präsentierte und erklärte alte Apfelsorten.

Obstbaumexperte Christoph Lünterbusch präsentierte und erklärte alte Apfelsorten. © Anne Rolvering

Über die „Biologische Vielfalt“ informierten am Samstag auf dem Gelände der Biologischen Station in Zwillbrock mehrere Dozenten des Bildungswerkes. Außerdem hatten alle Gartenfreunde bei der herbstlichen Staudenbörse eine gute Gelegenheit, neue Pflanzen zu erwerben oder eigene Stauden anzubieten. Blumenzwiebeln für die Herbstpflanzung, seltene Stauden mit prächtigen Blüten, besondere Kartoffelsorten und Kürbisse wechselten den Besitzer.

Anna schaute sich den Bienenstand genau an.

Anna schaute sich den Bienenstand genau an.

Bei schönstem Herbstwetter waren viele Besucher mit dem Fahrrad gekommen und verweilten nach ihrem Rundgang gerne bei Kaffee und Kuchen. Die fünfjährige Anna blieb am Stand des Vredener Imkervereines stehen und bestaunte das Bienenvolk. „Die Bienenzucht ist jetzt wieder im Kommen, vor 15 Jahren sah das ganz anders aus“, sagte Imker Hubert Frenker. Er informierte die Gäste gemeinsam mit seinen Kollegen Antoon Winkelhorst und Hendrik Esseling.

Bienenzucht

Die Bienenzucht werde laut Hubert Frenker nun als ökologisch wertvoll angesehen und es gebe mehr junge Imker im Vredener Verein. Mitglied Antoon Winkelhorst stammt aus den Niederlanden, daher könne sich Imkerverein Vreden als international bezeichnen. „Im Sommer sind rund 30.000 bis 40.000 Bienen im Stock, im Winter mindestens 5000“, erläuterte Hendrik Esseling. Die Bienen fänden ihre Nahrung im Umkreis von ein bis zwei Kilometern. Daher fühlten sich die Bienen in stadtnahen Gärten mit Stauden, Blumen und blühenden Sträuchern viel wohler als im Bereich mit Monokulturen. „In Vreden ist die Honigbiene glücklicherweise noch nicht bedroht“, freuten sich die Imker. Rund 30 Imker seien in Vreden aktiv, 25 davon engagieren sich als Mitglieder im Verein.

Über Pilze informiert

Alle Pilzsammler waren bei Forstwirtschaftsmeister Mike Dienstbier an der richtigen Adresse. Er zeigte unter anderen, wie die großen, essbaren Bovisten aussehen und erklärte, dass einige von ihnen sehr streng riechen. „Da sich manche essbare und giftige Pilzsorten im Aussehen ähneln, sollte ein Pilzsammler schon sehr gut Bescheid wissen, damit es allen nach dem Verzehr gut geht“, betonte Mike Dienstbier.

Die Staudenbörse ist fester und beliebter Bestandteil des Aktionstags an der Biologischen Station Zwillbrock.

Die Staudenbörse ist fester und beliebter Bestandteil des Aktionstags an der Biologischen Station Zwillbrock. © Anne Rolvering

Am Nebentisch präsentierte Obstbaumexperte Dr. Christoph Lünterbusch alte Apfelsorten und deren Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge. Am besten gefiel den Besuchern, dass sie die frühen und späten Sorten, süß oder sauer, kosten durften. Die Äpfel hatten vielversprechende Namen von „Prinzenapfel“ über „Wollapfel“ bis „Allington Pepping“. Informationen über die Bioland-Produkte der stationseigenen Schäferei und ein Rundgang durch die naturkundliche Ausstellung rundeten die vielfältige Veranstaltung ab.

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