Zahlen Eltern bald mehr für die OGS?

Schulausschuss

VREDEN Die Elternbeiträge für die Offene Ganztagsgrundschule (OGS) sollen ab dem kommenden Schuljahr um 20 Prozent angehoben werden. Das hat der Schulausschuss am Donnerstag mehrheitlich empfohlen.

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 05.03.2010, 16:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Diese beiden Argumente wollte Reinhard Laurich (SPD) nicht gelten lassen. Weil seit fünf Jahren nicht erhöht worden sei, schlug er eine Anhebung um zehn Prozent vor. Falls die Kosten steigen würden, könnte der Ausschuss im nächsten Jahr über eine erneute Anhebung diskutieren. Heinz-Josef Ostendorf (UWG) wollte einen anderen Schwerpunkt setzen: Die UWG wolle bei den unteren Jahreseinkommen keinen Anstieg der Beiträge, bei den höheren Einkommen schon. „Keine Erhöhung“ stand für die FDP fest: Je mehr Kinder sich anmeldeten zur OGS, umso höher die Landeszuschüsse, argumentierte Alfred Wellers. Eine Anhebung der Beiträge wirke sich kontraproduktiv aus, meinte er.

Gisela Huning (CDU) betonte, dass die Leistung in der OGS von hoher Qualität sei. „Man kann die Eltern angemessen beteiligen“, hielt sie fest. Sie wolle den Wert von zwei Euro, um den der Monatsbeitrag in der niedrigsten Staffel ansteige, nicht gering schätzen: „Aber das ist ein angemessenes Verhältnis“. Die Eltern müssten Prioritäten setzen. Elisabeth Ingenhorst (CDU) pflichtete ihr bei: 60 Stunden qualitätsvolle Betreuung müssten gesehen werden im Vergleich zu der Erhöhung um zwei Euro. Der Logik der FDP wollte Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch nicht folgen: Mehr Kinder, mehr Zuschüsse – mehr Ausgaben“, ergänzte er. Wenn die Qualität gewahrt werden solle, werde sich die OGS weiter entwickeln, blickte er voraus. Eine 20-prozentige Erhöhung sei vertretbar und zu rechtfertigen. Der Rat entscheidet am 17. März.

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