Andreas Thiveßen konnte sich erneut den Titel sichern. © Johanna Wiening
Tennis

Andreas Thiveßen verteidigt Titel im Tennis – und verpasst ein anderes Spitzenspiel

Für Andreas Thiveßen war es ein Heimspiel: Die Westfälische Meisterschaft im Tennis in der Werner Sport-Alm gewann der Sportwart des TCBW souverän. Ein anderes Spiel ließ er dafür sausen.

Die große Bühne ist Andreas Thiveßen in der Tenniswelt durchaus gewöhnt. Schon oft spielte der Werner bei große Turnieren, ist mit seiner Mannschaft, dem TV Espelkamp-Mittwald, in der Bundesliga vertreten. Die Westfälische Meisterschaft in der Werner Sport-Alm ist für ihn also keine besonders neue Größenordnung im Tennis.

Das untermauerte auch seine Favoritenstellung. An eins gesetzt ging der Sportwart des TC Blau-Weiß Werne in das Turnier. In den ersten Runden lief es allerdings etwas holpriger als gewohnt. Das hatte auch seinen Grund. „Seit wir im August unsere letzten Spiele mit der Mannschaft hatten, habe ich nur noch super wenig gespielt, ich hatte Probleme mit dem Fuß“, berichtet er. „Da war schon klar, dass der Motor jetzt natürlich nicht wirklich geölt ist.“

Doch mit der Zeit kam Thiveßen immer besser in Fahrt und war dann pünktlich zum Höhepunkt – dem Finale – in Topform. Gegen Björn Berg vom TC GW Paderborn siegte Thiveßen klar mit 6:1 und 6:2. „Das war schon ein deutliches Ergebnis, das den Spielverlauf aber schon widerspiegelt. Ich war die ganze Zeit über in Führung“, sagt er. „Eigentlich hatte ich nur einen Breakball im ersten Satz bei 3:1 gegen mich, den konnte ich aber abwehren.“

Trotz der klaren Verhältnisse lobte Thiveßen vor allem die Fairness des Gegners. „Beim Aufschlagspiel im zweiten Satz hat er erst ‚Aus‘ gerufen, sich dann aber nochmal korrigiert, dass er drin war. Bei einem Spiel wie diesem, was ja schon eine Wichtigkeit hat, fand ich das schon eine große Geste. Das habe ich ihm auch so gesagt“, so Thiveßen.

Doch während der Lokalmatador in der Tennishalle stand, verpasste er an anderer Stelle ein wichtiges Spitzenspiel. Seit Beginn der Saison ist Andreas Thiveßen Betreuer bei GS Cappenberg II und schnürt dort sogar selbst noch manchmal die Fußballschuhe. Erst vor wenigen Wochen erzielte er sogar einen Doppelpack im Trikot von Grün-Schwarz.

Auch am Sonntag hätte Thiveßen demnach eigentlich am Fußballplatz stehen sollen – seine Mannschaft spielte schließlich das Spitzenspiel der Kreisliga B gegen den TuS Niederaden, Zweiter gegen Erster. „Ich hatte versucht, das Tennisspiel vorzuziehen, um beides machen zu können“, berichtet Thiveßen. „Das ging aber leider nicht.“

Also konzentrierte Thiveßen sich erstmal auf Tennis – ganz ohne Fußball blieb der Sonntag dann aber nicht. „Ich bin nachher noch nach Cappenberg gefahren und habe mit den Jungs ein bisschen den Sieg (2:1, Anm. d. Red.) in der Kabine gefeiert“, berichtet er. „Das war auch eine coole Atmosphäre und hat richtig Bock gemacht.“

Ein bisschen trauert er dem Spitzenspiel durchaus hinterher. „Natürlich hätte ich das gerne mitbekommen“, sagt Thiveßen. „Aber es werden noch so viele coole Spiele in dieser Saison kommen, auf die ich mich freuen kann.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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