Chris Thannheiser entschied mit seinem Tor das Derby. © Johanna Wiening
Fußball

„Davon träumst du als Fußballer“: Chris Thannheiser ist der Derbyheld des Werner SC

Einstand nach Maß: Beim Landesliga-Derby zwischen dem Werner SC und dem SV Herbern stand Chris Thannheiser zum ersten Mal in dieser Saison in der Startelf - und krönte sich gleich zum Matchwinner für den WSC.

Knapp 80 Minuten waren am Freitagabend in Werne gespielt, als Chris Thannheiser mit seinem 1:0 im Derby gegen den SV Herbern die Stimmung zum Kochen brachte. Lange hatte es nach einem torlosen Unentschieden ausgesehen, dann war der Kapitän des Werner SC zur rechten Zeit am rechten Ort: „Mein Job als Stürmer ist es, vorne die Dinger reinzumachen. Das verlangt der Trainer von mir und ich bin froh, wenn ich die Anforderungen erfüllen kann.“

Was im ersten Moment ziemlich nüchtern klingt, war in Wahrheit natürlich auch für das WSC-Urgestein Thannheiser ein extrem emotionaler Moment: „Das sind die Erlebnisse, von denen man als Fußballer immer träumt. Das Derby ist ein ganz besonderes Spiel, und da ist so ein Siegtor auf jeden Fall nochmal schöner.“

Chris Thannheiser hatte das Derby fest eingeplant

Als Betrachter von außen war man vielleicht ein wenig überrascht, Chris Thannheiser im Derby in der Startelf zu sehen. Schließlich hatte er sich Mitte August einen Anriss der Achillessehne zugezogen und war erst beim Spiel in Altenberge am 3. Oktober in den Kader zurückgekehrt. Thannheiser selbst verrät aber: „Ich habe schon fest mit dem Derby geplant. Die Bedeutung des Spiels ist jedem klar und wenn ich fit bin, möchte ich da immer spielen. In der Woche nach Altenberge habe ich mich fit gefühlt und war sowieso ständig mit dem Trainer im Austausch.“

Chris Thannheiser findet aber auch lobende Worte für den breiten Kader des WSC: „Wir haben viele richtig gute Jungs im Team. Einige schaffen es dann am Wochenende vielleicht noch nicht mal in den Kader des Spiels. Das ist schade für jeden einzelnen, zeigt aber auch die Qualität der Mannschaft.“

Werner SC setzt seinen Plan um

Diese Qualität sah der Kapitän auch am Freitag, auch wenn das Endergebnis knapp war: „Wir haben eine gute Mentalität gezeigt und unseren Plan umgesetzt. Wir haben vorne gepresst und Herbern kaum hinten raus kommen lassen, damit bin ich sehr zufrieden.“

Kurz vor Chris Thannheisers spielentscheidendem Tor hatte der SV Herbern allerdings in Person von Daniel Krüger die große Chance, selbst in Führung zu gehen. Der Ball landete am Pfosten – was dann kam, ist bekannt. „Man muss schon sagen, dass es eine unverdiente Führung für Herbern gewesen wäre, denn wir hatten das Spiel gut im Griff. Aber auch, wenn wir in Rückstand geraten wären, hätten wir uns kurz geschüttelt, den Ball aus dem Tor geholt und weitergemacht.“

Werner SC hat starke Gegner vor der Brust

Was erwartet Chris Thannheiser also von seinem Werner SC in den kommenden Aufgaben? „Wir müssen weiter gute Mannschaftsleistungen zeigen und uns darauf konzentrieren, unser Spiel durchzuziehen. Auch wenn wir demnächst ein paar brutal starke Gegner vor der Brust haben.“ Das Ziel des WSC in dieser Saison bleibt derweil unverändert: Punkte sammeln, am besten so schnell und so viele wie möglich.

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