Meinung

Dem SV Herbern fehlt aktuell das, was ihn eigentlich immer ausgemacht hat

Besonders eine Sache machte in den vergangenen Spielzeiten die Qualität des SV Herbern aus: Die enorme Breite im Kader. Diese fehlt aber aktuell spürbar.

Es war in den letzten Jahren eigentlich immer klar: Der SV Herbern hat eine enorme Qualität – sowohl in der Spitze als auch in der Breite. Spieler, die beim Landesligisten von der Bank kamen, wären in den meisten anderen Teams sichere Stammspieler.

Das ist auch im aktuellen Kader des SVH ohne Zweifel so. Was der Verein in der ersten Mannschaft zu bieten hat, ist extrem stark – eigentlich. Denn die Verletzungsprobleme des Landesligisten sorgen dafür, dass der eigentlich so breite Kader immer weiter schrumpft. Hinzu kommen dann noch immer wieder Urlauber – was gerade mit Blick auf die frühere Terminierung der Saison und die lange Vorbereitung unglücklich ist. Probleme, die sich schon durch die Vorbereitung zogen.

So kommt es, dass der SV Herbern aktuell hauptsächlich Spieler aus der A-Jugend bringen kann oder Spieler, die eigentlich angeschlagen sind und im Normalfall vielleicht besser pausieren sollten.

Auch die aktuellen Joker bringen zwar ohne Zweifel gute Leistungen, allerdings fehlt es den A-Jugendlichen zum Beispiel nachvollziehbarerweise an Erfahrung, die gerade in Spielen wie gegen die IG Bönen sicherlich nützlich wäre.

Für die nächsten Spiele bleibt dem SVH eine vollere Bank zu wünschen, sodass auf die Situationen in der Partie besser reagiert werden kann – eben je nach Bedarf mit jungen oder erfahrenen Spielern. Beide Seiten werden in dieser Saison noch nötig sein, um wieder zum vollen Leistungsniveau des Landesligisten zu kommen, das man gewohnt ist.

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening