Bereits gegen Preußen Münster II stand Luis Klante eine Halbzeit für den WSC im Tor. © Matthias Kerk
Fußball

,,Der hat eine Profi-Ausbildung‘‘ – Kampf ums WSC-Tor schon entschieden?

Mit Luis Klante ist ein Bundesliga-erfahrener Torwart zum Werner SC gewechselt. Die Konkurrenz sieht den Kampf um den Stammplatz realistisch - stellt sich aber nicht kampflos hinten an.

Luis Klante hat ins Vereinstraining des Werner SC eingegriffen. Nach der ersten Trainingseinheit unter der Woche bei seinem neuen Verein absolvierte er am vergangenen Sonntag direkt eine Halbzeit im Testspiel gegen die Reserve des SC Preußen Münster. Der Torwart ist der fünfte Sommer-Transfer – ein Neuzugang mit großen Ambitionen. Sein Anspruch ist es, in der kommenden Saison auf jeden Fall zwischen den Pfosten zu stehen, ist er doch gekommen, um Spielpraxis zu sammeln.

Seine Vita unterstreicht das. Ausgebildet in der Jugendabteilung von 1899 Hoffenheim ist er über die A-Jugend von Preußen Münster, den SC Verl und Eintracht Rheine zum WSC gekommen. Hier will er nun in der Landesliga angreifen und sich weiterentwickeln.

Starke Konkurrenz für die Torwartkollegen

Seine beiden neuen Torwartkollegen Henrik Pollak und Manuel Linke sind sich bewusst, dass sie mit dem 22-Jährigen starke Konkurrenz bekommen haben. ,,Luis hat spielerisch einen guten Eindruck gemacht, am Sonntag war die erste Halbzeit ganz ordentlich‘‘, schätzt Linke den Neuling ein.

Seine Chancen auf viele Einsäte in der kommenden Saison sieht der bisherige Stammtorwart geringer als im Vorjahr: ,,Da braucht man sich nichts vormachen. Der hat ne Profiausbildung und wir kommen eher aus dem Amateurbereich. Das ist halt ein Statement.‘‘

Auch sein Kollege sieht in Klante eine Verstärkung. ,,Menschlich passt Luis definitiv ins Team und bringt viel Erfahrung mit‘‘, sagt er. Pollak redet ungern über andere, fokussiert sich lieber auf sein persönliches Saisonziel. Er wolle sich richtig reinhauen im Training, um auch seine Spielminuten zu kriegen.

Ob das letztendlich klappt, sei die andere Frage. Am wichtigsten sei aber, dass man alles fürs Team gibt. ,,Erfolg steht dann über allem, egal ob ich spiele, auf der Bank oder der Tribüne sitze‘‘, resümiert er.

Entscheidung am Vorbereitungsende

Trainer Lars Müller lässt sich bei der heiklen Personalentscheidung nicht in Karten schauen. Er wird die Torwart-Frage bis zum Ende offen lassen. Linke ist sich sicher, dass er die richtige Entscheidung treffen wird. ,,Unser Trainer beurteilt fair und realistisch, wenn er also jemanden ins Tor stellt, dann steht der da auch zurecht und hat das verdient.‘‘

Auch Pollak ist der Meinung, dass es bis zum Ende spannend bleibt. ,,Ich denke, es beginnt alles bei null. Letztendlich entscheidet der Trainer, wer spielt und wer zuschaut. Ich werde 100 Prozent geben, die anderen werden das auch tun und alles versuchen. Am Ende sehen wir dann, wer spielt.‘‘