Der Werner SC war nur eine Mannschaft, die Grund zum Jubeln hatte. © Johanna Wiening
Fußball

Die torreichsten Spiele der Saison sind ein Sieg und eine Niederlage heimischer Teams

Auch wenn in der Saison bisher nicht wirklich viel Fußball gespielt wurde, gab es schon das ein oder andere Ergebnis, das aufhorchen ließ. Gerade zwei zweite Mannschaften zeigten sich treffsicher.

Wenn man die bisherige Fußballsaison zusammenfasst, fällt einem wohl erstmal eins ein: Wenig Fußball. Die Spiele, die die Mannschaften bisher absolviert haben, kann man an einer Hand abzählen. Dennoch gab es einige Partien, die besonders torreich waren und im Gedächtnis geblieben sind.

Platz 1: Eintracht Werne II gewinnt, der SV Herbern II verliert

Die torreichsten Partien haben bislang zwei Zweitvertretungen absolviert. Für den SV Herbern II war es allerdings keine schöne Erinnerung. Am 11. Oktober – also nur wenige Wochen vor dem Lockdown – trat der Fußball-A-Ligist gegen die DJK Wacker Mecklenbeck an.

Schon im Vorfeld war klar, dass Mecklenbeck in der gesamten Liga zu den Top-Favoriten gehört. Zwar hat der SV Herbern II einen guten Saisonstart gespielt – gegen Mecklenbeck sah das Team von Daniel Heitmann aber über lange Strecken kein Land und ging am Ende mit 1:6 völlig verdient unter. Auch der Ehrentreffer von Tom-Louis Brinkmann änderte daran nichts.

Deutlich besser lief es für Eintracht Werne II. Der C-Ligist spielte in der Liga gegen den VfK Nordbögge II – und das mehr als erfolgreich. Zwar ging Nordbögge zuerst in Führung. Doch nach der Halbzeit begann die Demonstration der Eintracht. Zwischen der 47. und der 85. Minute erzielten die Evenkämper gleich sechs Treffer. Chris Eidberger und Lennart Schalong trafen dabei doppelt, Patrick Künne und Jamil Saado erhöhten noch. Ein überzeugendes Ergebnis.

Platz 2: Der SV Herbern III trifft und siegt – immer

Es war bislang ohnehin DIE Saison des SV Herbern III. Nach einem Jahr, in dem die Mannschaft abgemeldet werden musste, konnte der Verein seit dem Sommer wieder ein Team stellen. So schnell wie möglich will der C-Ligist wieder in die Kreisliga B aufsteigen – und zeigte dies auch deutlich. Von 24 möglichen Punkten erreichte die Mannschaft 20 und steht deutlich auf Platz eins.

Besonders gut lief es gegen die Neuner-Mannschaft des VfL Senden IV. Gleich fünf Tore erzielte der SV Herbern III, der Ehrentreffer der Sendener kurz vor Schluss änderte auch nichts an dem hohen Sieg. Besonders erfolgreich war Dominik Berghaus, der gleich drei Treffer zum 5:1 beisteuerte.

Platz 3: Die Landesligisten können überzeugend siegen, der WSC II auch

Die Spiele auf den Plätzen waren allesamt starke Partien – manchmal von den heimischen, manchmal von den auswärtigen Teams. Doch auf Platz 3 gibt es drei Spiele, die den Plätzen 1 und 2 etwas voraus haben: Sie waren Siege ohne Gegentore.

Und das erreichten gleich drei Mannschaften. Der Werner SC hatte beispielsweise keinen schlechten, aber eben auch keinen hervorragenden Saisonstart. Es brauchte ein Spiel, damit der Knoten platzt – und das war die Partie gegen den TuS Wiescherhöfen. Der Werner SC dominierte seinen Gegner endlich nach Belieben und überzeugte mit einem 5:0. Besonders schön für das Mannschaftsgefüge: Fünf verschiedene Torschützen waren am starken Sieg des Landesligisten beteiligt.

Einen ähnlich starken Sieg erreichte auch der SV Herbern – allerdings gegen den TSV Ostenfelde im Kreispokal. Gegen den B-Ligisten war ein deutlicher Sieg gefordert und den erreichte die Mannschaft. Mit einigen A-Jugendlichen in der Startelf überzeugte das Team – wie auch in allen anderen Partien im Kreispokal. Mittlerweile steht die Mannschaft bereits im Viertelfinale.

Ein 5:0 erreichte auch der Werner SC II in der Kreisliga B. Die Mannschaft hatte ohnehin in dieser Saison nur wenige Probleme und konnte oft überzeugende Siege einfahren. Besonders überzeugend war aber wohl die Partie gegen Saxonia Münster II unmittelbar vor dem Lockdown. Christof Zilligen traf gleich doppelt für den WSC II, dazu kamen Tore von Mondrian Runde, Janis Leenders und Dennis Kaminski.

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening