Tolga Köroglu verkündete seinen Abgang - und kritisiert sein Team. © Johanna Wiening
Meinung

Egal, ob Stockum die Klasse hält oder nicht – Köroglu hat seine bereits verloren

Es war gerade wieder etwas ruhiger geworden um den SV Stockum nach dem turbulenten Abgang von Trainer Jürgen Welp. Was Tolga Köroglu jetzt aber macht, ist schlechter Stil, findet unsere Autorin.

Die Wochen nach dem Rausschmiss von Trainer Jürgen Welp waren turbulent beim SV Stockum. Gegenseitig schob man sich den Buhmann zu, der Trainer erfuhr aus der Presse von seinem Rausschmiss. Doch seitdem sind knappe zwei Monate vergangen. Die Lage hatte sich beruhigt – bis Tolga Köroglu diese Woche für neue Aufregung sorgte.

Gegenüber dieser Redaktion holte der Leistungsträger der Stockumer zum Rundumschlag gegen seine eigene Mannschaft aus. Auch der Vorstand bekam indirekt sein Fett weg. Einzig Spielertrainer Marvin Böhme wurde von Köroglus Wut-Rede verschont.

Gleichzeitig verkündete Köroglu in dem Gespräch aber auch seinen Abgang bei Stockum. Zwar sei es auch aus beruflichen Gründen, vor allem aber aus sportlichen. Er habe keine Lust auf schlechte Leistungen und die ständigen Niederlagen des abstiegsbedrohten A-Ligisten.

Der erfahrene Spieler haut also lieber in der Winterpause ab, anstatt sich dem Abstiegskampf mit seiner Mannschaft zu stellen. Bis dahin sind es aber noch zwei Spieltage. Deswegen ist es besonders pikant, dass Tolga Köroglu seinen Teamkollegen nun bereits vorwirft, kein Kreisliga-A-Niveau zu haben. „Die können kein Fußball spielen“, sagte er sogar.

Köroglu tritt also bereits nach, bevor er überhaupt weg ist. Und selbst nach dem Abgang ist Nachtreten schlechter Stil. In so einer Phase sollte er seine Mannschaft auch charakterlich unterstützen. Öffentlichkeitswirksam das eigene Team auseinanderzunehmen, sorgt nur für neue Unruhe bei und um die Stockumer.

Immerhin erkennt Tolga Köroglu an, dass die Einstellung seiner Mannschaft stimmen würde. Daran sollte der Offensivspieler sich ein Beispiel auch außerhalb des Platzes nehmen.

Oder um BVB-Abwehrspieler Mats Hummels nach seiner Roten Karte gegen Antony von Ajax Amsterdam zu zitieren: „Das ist ein super Fußballer – jetzt muss er noch lernen, Sportler zu werden.“

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
Zur Autorenseite
Verena Schafflick

Corona-Newsletter

Alle wichtigen Informationen, die Sie zum Leben in der Corona-Pandemie benötigen, sammeln wir für Sie im kostenlosen Corona-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.