Eine Werner Basketballerin spielt heute in der zweiten Basketball-Bundesliga. © Archiv
Basketball

Eine ehemalige Wernerin spielt heute in der zweiten Bundesliga

Ina Elsner spielte nach dem Aufstieg ihrer Mannschaft der USV VIMODROM Baskets Jena zu Saisonbeginn direkt gegen einen großen Namen: ALBA Berlin. Das Basketballspielen gelernt hat Elsner in Werne.

Sieben Jahre ist es mittlerweile her, dass Ina Elsner Werne verließ und nach Jena zog. Dort nahm sie ein Sportmanangement-Studium auf und arbeitet mittlerweile als Geschäftsstellenleitung des Thüringer Basketball Verbandes. Zudem ist sie in ihrem Basketballverein des USV Jena als Finanzwartin und Jugendtrainerin ehrenamtlich engagiert.

Ihr großes Engagement zeichnete Elsner auch immer in Werne aus. Angefangen beim TV Werne durchlief sie alle Jugendmannschaften und spielte auch im Damenbereich erfolgreich Basketball. Auch in Werne kümmerte sie sich um die Jugendarbeit.

Doch nicht nur als Jugendtrainerin ist Ina Elsner in ihrem Verein aktiv. In der am Wochenende gestarteten Saison tritt Elsner mit ihrem Team, der USV VIMODROM Baskets Jena, in der zweiten Basketball Bundesliga an. Dort hat Elsner einen festen Platz im Kader.

Bereits sieben Jahre spielt sie beim USV und spielte zuvor Regional- und Oberliga. Elsner erklärt: „Ich bin seit 2014 in Jena. Eingestiegen bin ich in der Regionalliga Südost. Wir sind auch mal in die Oberliga abgestiegen, was dann ein Übergangsjahr war.“ Nun folgt der Schritt in Liga zwei.

Am ersten Spieltag wartete gleich ein Topteam auf Elsner und ihre Mannschaft: ALBA Berlin. Die Herrenmannschaft des Gegners ist amtierender deutscher Meister, das Damenteam tritt wie Ina Elsner und die VIMODROM Baskets in Liga zwei an, der Kader ist jedoch auch mit Profis gespickt.

Lange Verletzungspause

Dass Elsner auf solch einem Niveau spielt ist nicht selbstverständlich. Schließlich verletzte sie sich Anfang vergangenen Jahres schwer am Knie. Nach einer Operation und sehr langen Pause absolvierte sie in den vergangenen Wochen die ersten Testspiele. Nun absolvierte sie das erste Ligaspiel nach insgesamt 21 Monaten Pause.

Die Freude ist Ina Elsner deutlich anzumerken. Sie erzählt über ihre Verletzungspause: „Ich habe mir im Januar 2020 im Training das Kreuzband gerissen und wurde dann operiert. Das erste richtige Training hab ich dann dieses Jahr nach der Corona Pause absolviert. Jetzt ist endlich wieder nach knapp 21 Monaten mein erstes richtiges Spiel.“

Elsner ist im Profibereich angekommen. Dort sind die Trainingsbedingungen natürlich ebenfalls professioneller. Es wird deutlich mehr trainiert und im Kader stehen zwei Profis. Ina Elsner berichtet: „Wir trainieren jetzt vier Mal in der Woche und können noch zusätzlich ins Fitnessstudio gehen.“

Den Aufstieg erspielte sich das Team aus Jena fast schon in der coronabedingt abgebrochenen Spielzeit 2019/20. Drei Spieltage vor dem Ende lag Jena auf dem ersten Platz. Elsner berichtet: „Am Ende war es eng zwischen den ersten drei Plätzen und alle hätten es noch schaffen können. Damals haben wir das Aufstiegsrecht bekommen, aber abgelehnt, weil wir das noch zu früh fanden. Die Saison 2020/21 konnte leider nicht gespielt werden, deshalb wurde gefragt, wer jetzt Interesse am Aufstieg hat.“ Da meldeten sich die USV VIMODROM Baskets Jena. Elsner erklärt: „Wir haben gesagt, wir können nicht noch ein Jahr warten mit dem Aufstieg und wir hätten es im Jahr davor ja gekonnt.“

Viel Verständnis vom Arbeitgeber

Das straffe Trainingsprogramm kann Elsner sowohl gesundheitlich gut wegstecken, als auch mit ihrem Job vereinbaren. „Dem Knie geht es gut und es macht eigentlich alles wieder mit. Der Kopf kommt auch langsam wieder mit den Bewegungen klar“, sagt Ina Elsner.

Sie fügt hinzu: „Momentan ist das gut zu vereinbaren, weil mein Trainer auch mein Chef ist und er Verständnis hat, wenn die Arbeitszeiten spontan angepasst werden müssen. Dadurch bin ich bei meinen Arbeitszeiten relativ flexibel.“

Kein Happy End im ersten Ligaspiel

Am Ende des ersten Zweitligaspiels stand für Elsner und ihre Teamkolleginnen eine deutliche 49:75-Niederlage zu Buche. Mit der ersten Hälfte zeigte sich Elsner recht zufrieden: „Wir haben am Ende deutlich mit 26 Punkten verloren, aber zur Halbzeit haben wir nur mit fünf Punkten zurückgelegen.“ Doch das war nur das erste Spiel – Ina Elsner wird ihrer Mannschaft nun endlich auch auf dem Platz wieder helfen können.