Stockums Vorsitzender Yassine Najih verkündete am Mittwochabend, dass der Verein eine Lösung auf der Trainerposition gefunden habe. © David Döring (A)
Fußball

„Habe ein sehr sehr gutes Gefühl“: SV Stockum trifft Entscheidung über Trainer-Posten

Nach der Trennung von Jürgen Welp vor knapp zehn Tagen hat der SV Stockum nun einen neuen Trainer. Am Mittwochabend verkündete der Vorsitzende Yassine Najih die Lösung des A-Ligisten.

Nach Wochen der Unruhe und Ungewissheit gibt es nun Klarheit beim SV Stockum um die Trainerfrage. Rund zehn Tage nach dem Rauswurf von Jürgen Welp verkündete der A-Ligist am späten Mittwochabend die Neubesetzung auf dem Posten.

„Wir werden erstmal mit Marvin Böhme weiterarbeiten“, verkündete Yassine Najih. Damit wird die Übergangslösung erstmal zumindest bis zum Winter weiterlaufen mit der Option, auf eine dauerhafte Einstellung Böhmes als Spielertrainer. Nach dem Abgang von Welp hatte der Führungsspieler schon das Training und Coaching seiner Mannschaft übernommen – und sei damit super bei seiner Mannschaft angekommen.

Marvin Böhme kam beim SV Stockum zu einer unerwarteten Rolle.
Marvin Böhme kam beim SV Stockum zu einer unerwarteten Rolle. © Johanna Wiening © Johanna Wiening

„Die Resonanz der Spieler ist großartig, heute waren 17 Mann beim Training plus zwei Verletzte am Rand“, so Najih am Mittwochabend. Im Schnitt seien 15 Spieler am Platz. Ein krasser Unterschied zum Training unter Welp, der teilweise mit fünf Spielern trainieren musste. Auch zwei Krisensitzungen vor Welps Abgang schienen dieses Problem nicht zu lösen.

„Aber das wundert uns auch nicht bei Marvin. Er hat als Führungsspieler einen Draht zur Mannschaft und freut sich auf die neue Aufgabe“, erklärt Yassine Najih. Und auch der Vorstand freue sich, mit Böhme als Spielertrainer den Weg in der Kreisliga A raus aus der Krise zu gehen.

Das sei auch der Hauptgrund, warum man weiter auf Böhme bauen wolle. „Wir hatten ja auch andere Kandidaten, aber die haben dann das Problem, dass sie eine Anlaufzeit brauchen von drei, vier Wochen, um die Spieler kennenzulernen – und die Zeit haben wir nicht“, erklärt Najih. Wichtig sei jetzt, Punkte nach Hause zu holen. Deshalb sei die einzige Option gerade, mit dem Trainer weiterzuarbeiten.

Ob das Engagament Böhmes als Spieler und gleichzeitig Trainer dann Früchte trägt, soll sich mit der Zeit zeigen. Daher setzt Yassine Najih hier die Winterpause als zeitliche Grenze: „Dann schauen wir mal, wie sich das entwickelt. Wir lassen die Türen offen in alle Richtungen.“ Bislang gefiele ihm aber die Arbeit Böhmes. „Wir setzen uns dann nach dem Winter zusammen, aber ich habe ein sehr sehr gutes Gefühl.“

Außerdem will der Vorstand Marvin Böhme mit der Option Druck nehmen – denn für den Führungsspieler ist es die erste Position als Spielertrainer. „Er kann also erstmal reinschnuppern. Er freut sich aber drauf und wir trauen ihm das auch zu.“

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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