Der ehemalige A-Juniorenspieler Tim Abdinghoff stand zum ersten Mal in der Landesliga mit dem Werner SC auf dem Platz. © Jari Sprenger
Fußball

Harte Arbeit hat sich gelohnt: Tim Abdinghoff bekommt mit dem WSC seine Liga-Premiere auf dem Platz

In seinem ersten Seniorenjahr hatte WSC-Spieler Tim Abdinghoff keine Spielzeit bekommen. Nun könnte die Zeit auf der Bank aber dauerhaft vorbei sein. Denn gegen Haltern II gab er seine Premiere.

Erst vor rund einem Jahr ist Tim Abdinghoff aus der Jugend in die erste Mannschaft des Werner SC gewechselt. Für den 19-Jährigen war das vor allem in Bezug auf die Liga ein großer Schritt. Denn mit den A-Junioren, die in diesem Jahr aufgrund von Personalmangel keine Mannschaft aufstellen, spielte er noch in der Kreisliga. Nun ist er gleich zwei Ligen höher zu Hause. In seinem ersten Pflichtspiel gegen den TuS Haltern II hat er auch direkt den Unterschied gemerkt.

Mit einem Einsatz in der Startelf hatte Abdinghoff so früh in der Saison im vierten Ligaspiel überhaupt nicht gerechnet. Für ihn sei es eine ziemlich große Ehre. „Ich bin sehr dankbar, dass der Trainer mir das Vertrauen gegeben hat“, erklärt er. Und es mache ihn auch stolz, sich mit seiner Leistung durchgesetzt zu haben. Denn den Wechsel in die Landesliga mache man nicht mal eben so. Damit sei viel harte Arbeit verbunden.

Ehemaliger Juniorenspieler bringt gute Vorausetzungen mit

Wenn es nach Abdinghoff geht, hat er seine Premiere gegen Haltern gut genutzt. Man müsse aber definitiv schneller denken und anders in die Zweikämpfe auf dem Platz gehen. Ähnlich sieht das auch sein Coach Lars Müller. Er will zwar keine konkrete Analyse nur für den 19-Jährigen abgeben, aber er habe zum Spielausgang genauso beigetragen wie andere Spieler.

„Er bringt einfach viel mit, ist schnell und hat eine saubere Technik. Wenn man solche Voraussetzungen liefert, ist es auch nicht ungewöhnlich, dass man schnell Anschluss in der ersten Mannschaft findet“, erklärt der WSC-Trainer. Der Altersdurchschnitt zeigt zudem, dass bereits zuvor ehemalige A-Junioren schnell im Seniorenbereich Fuß gefasst haben.

Hochgeholte Spieler aus den eigenen Reihen sind gewünscht

Lars Müller freut sich immer, wenn sich „Eigengewächse“ gut in die erste Mannschaft integrieren. „Das ist letztendlich ja auch Sinn der Sache und deutlich gewünscht.“ In Zusammenarbeit mit Co-Trainer Joel Simon will man den Jugendspielern gerne eine Perspektive im Seniorenbereich geben.

Am Ende sind es aber viele Faktoren, die Einfluss darauf haben, ob ein junger Spieler in die Elf kommt oder nicht. Das Talent und die Leistung stehen dabei zwar im Fokus. Aber auch die grundsätzliche Kadersituation spielt eine entscheidende Rolle. Und die könne man als einzelner Spieler nicht beeinflussen, so der Cheftrainer.

Jeder Spieler braucht seine eigene Zeit für die Eingewöhnung

Unabhängig von der personellen Lage beobachtet Müller aber auch, dass die ehemaligen A-Junioren ganz unterschiedlich lange brauchen, um sich an den Seniorenbereich zu gewöhnen. Denn der Unterschied zu dem Fußball, den die Junioren sonst auf den Platz gebracht haben, sei schon deutlich zu erkennen. „Die Härte ist einfach anders. Und es gibt Dinge, die im Seniorenfußball nicht mehr funktionieren. Da geht es um Gedankenschnelligkeit, um Umschaltmomente und Körpereinsatz“, erklärt der WSC-Trainer.

Für Tim Abdinghoff ist der erste Einsatz für die Landesliga-Mannschaft ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Der 19-Jährige fühlt sich gut in das Team integriert und will in den kommenden Monaten im Training „Vollgas geben“. Sein Ziel für die laufende Saison sind nun weitere Pflichtspiele in der Startelf.

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