Simeon Uhlenbrock wird die A-Jugend des SV Herbern im Sommer verlassen und zu Rot Weiss Ahlen wechseln. © David Döring
Fußball

Herberns A-Jugendtrainer Simeon Uhlenbrock begründet seinen Wechsel – und plant schon eine Rückkehr

Ab dem Sommer wird Simeon Uhlenbrock U17-Trainer bei Rot Weiss Ahlen. Mit der U19 des SV Herbern hat der scheidende Trainer noch ein großes Ziel. Wenn es nach ihm geht, kehrt er auch wieder zurück.

Knapp die Hälfte seines Lebens verbrachte Simeon Uhlenbrock fußballerisch beim SV Herbern. Zur kommenden Saison wechselt der A-Jugendtrainer zu Rot Weiss Ahlen und übernimmt dort die B-Jugend. Die Entscheidung fiel ihm aber alles andere als leicht.

„Ich habe mir Gedanken gemacht. Es macht Spaß. Die Jungs liegen mir am Herzen. Aber ich freue mich auch auf die neue Aufgabe. Ich gehe, wie man so oft sagt, mit einen lachenden und einem weinenden Auge“, so Uhlenbrock. Trotzdem entschied er sich für den Wechsel. Das hatte vor allem einen Grund.

„Die Möglichkeiten bei Ahlen haben überwogen. Das ist nochmal eine Nummer größer als Herbern und das ist nicht böse gemeint. Ich sehe gute Chancen, mich selbst weiterzuentwickeln“, erklärt der 34-Jährige seine Entscheidung.

Ein Verbleib in Herbern war aber nicht ausgeschlossen. „Grundsätzlich konnte ich mir schon vorstellen, dass ich bleibe. Ich wollte aber noch Dinge abklären vor dem neuen Gespräch.“

Uhlenbrock hatte zwei Angebote von Ahlen

Deswegen sagte Uhlenbrock, als er sich im Dezember mit dem Jugendvorstand Toni Brockmeier über die kommende Saison austauschte, noch nicht direkt zu. Vor dem nächsten Gespräch im Januar hatte der A-Jungendtrainer dann das Angebot aus Ahlen vorliegen.

Der Kontakt zu Rot Weiss kam durch ein Testspiel mit Herbern gegen die U18 im Oktober zustande. „Danach habe ich mich mit dem Sportlichen Leiter Arndt Kempel ausgetauscht. Ich habe mir das unverbindlich angehört. Nach dem Gespräch haben sie mir Angebote gemacht und ich habe direkt mit Toni gesprochen“, so Uhlenbrock, der die Möglichkeit hatte, entweder Co-Trainer der A-Jugend oder Cheftrainer der U17 zu werden.

„Im Gespräch haben sie mir signalisiert, dass ihnen die U17 lieber wäre. Die U19 war auch eine Option, aber ich wollte lieber in erster Verantwortung stehen.“ Dass Uhlenbrock ab der kommenden Saison eine jüngere Altersstufe übernimmt, sehe er nicht als große Umstellung.

„In der U17 sind in den meisten Fällen ausschließlich Altjahrgänge und wenige, die direkt aus der C-Jugend hoch kommen. Der Unterschied wird nicht so groß sein“, vermutet der Noch-Herberner. In einem anderen Bereich sieht er deutlich größere Unterschiede.

Herberner A-Jugend hat noch Aufstiegschancen

„Die Spieler kommen von ganz anderen Vereinen, viele haben auch schon überkreislich gespielt. Bei Ahlen wird jedes Spiel gefilmt, bei Herbern nur mal ab und zu. Sie haben Tracker. Das ist nochmal alles professioneller“, so Uhlenbrock, den die Bedingungen bei seinem neuen Verein auch nicht abschrecken würden.

Obwohl er schon in die Kaderplanung für die neue Spielzeit involviert ist, liegt sein Fokus noch auf Herbern. „Wenn noch gespielt wird, haben wir noch die Möglichkeit aufzusteigen. Das wäre ein passender Abschluss“, so der Noch-A-Jugendtrainer. Aktuell liegt Herbern nach fünf Spielen punktgleich mit dem Ersten auf Platz drei in der Bezirksliga.

Für seine eigene Karriere hat Uhlenbrock sich noch keine konkreten Ziele gesetzt. Aber eines steht für ihn schon fest: „Ich werde mir regelmäßig Spiele angucken“, sagt der langjährige Herberner, der nur ein paar hundert Meter vom Platz entfernt wohnt und seit 16 Jahren mit einer kurzen Unterbrechung im Verein aktiv war.

Und wenn es nach Uhlenbrock geht, wird er auch wieder nach Herbern zurückkehren. „Ich bin sicher, dass ich wieder zurückkomme – in welcher Funktion auch immer.“

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch