Johannes Richter ist ein wichtiger Bestandteil der Herberner Abwehr. © Johanna Wiening
Fußball

Johannes Richter spricht über spürbare Erleichterung beim SV Herbern: „Die Stimmung ist anders“

Endlich nicht mehr auf einem Abstiegsplatz – die Erleichterung darüber war dem SV Herbern am Sonntag anzumerken. Auch Johannes Richter ist froh, obwohl er gegen Gemen wenig zu tun bekam.

Westfalia Gemen ist für den SV Herbern schon seit vielen Jahren ein bekannter Gegner. Die Westfalia galt als unangenehm, die Spiele waren oft eng. In dieser Saison stecken beide Mannschaften bislang im Tabellenkeller. Dementsprechend wurde wieder ein Spiel auf Augenhöhe erwartet.

Umso überraschender war es also, dass der SV Herbern Gemen am Sonntag förmlich überrollte. Beim 3:0-Sieg des SVH hatten die Gäste kaum eine Chance. Das wunderte auch Herberns Innenverteidiger Johannes Richter: „Ich war schon ein bisschen überrascht, dass die so überfordert mit uns waren.“

„Wir haben Gemen hinten richtig gut zugestellt“

In der gesamten Partie kamen die Gemener nur zwei Mal kurz vor der Halbzeitpause zu echten Torchancen, dementsprechend wenig hatte die Herberner Abwehr über die Partie hinweg zu tun. „Selbst bei den Torchancen hatte ich das Gefühl, dass die auch mehr Zufall waren“, so Richter.

„Wir haben Gemen hinten richtig gut zugestellt. Man muss aber auch sagen: Da haben Basti und Joe auf der Sechs auch gute Laufarbeit geleistet.“

Lob hatte Johannes Richter auch für seinen Partner in der Innenverteidigung, Luca Dombrowski. Bei den vielen Verletzten, die die Herberner in dieser Saison hatten, machte der SVH-Youngster fast jede Partie. „Er spielt da hinten schon den konstantesten Part in der Abwehr, wenn man sieht, wer da so alles verletzt war“, sagt Richter über Dombrowski und fügt hinzu: „Es macht richtig Bock, mit ihm zu spielen.“

Aber auch bezogen auf die gesamte Mannschaft zeigte der SV Herbern bereits in den vergangenen beiden Partien ein völlig neues Gesicht. Die Mannschaft hat nun wohl wieder zu alter Stärke zurückgefunden. „Da waren wir natürlich auch erleichtert“, sagt Johannes Richter und gibt zu: „In den letzten Wochen war natürlich nicht immer nur Friede, Freude, Eierkuchen. Es ist gut, dass wir jetzt wieder die gute Stimmung haben, die uns auch auszeichnet.“

Die Erleichterung darüber war dem SVH auch schon während der Gemen-Partie anzumerken. „Schon nach dem ersten Tor war ja spürbar, dass uns da ein Stein vom Herzen gefallen ist“, sagt Johannes Richter. „Auch dass die Siege jetzt so hoch waren, hat unserem Selbstvertrauen natürlich gut getan. Die Stimmung ist jetzt einfach anders.“

Richter macht aber auch deutlich: „Es wurde jetzt langsam Zeit, dass wir wieder gewinnen. Sonst hätte man sich irgendwann wirklich ernsthaft hinterfragen müssen. Gut, dass es jetzt in die richtige Richtung geht.“

Auch für die kommenden beiden Partien gegen den TuS Haltern II und Viktoria Heiden, die noch vor der Winterpause anstehen, ist Johannes Richter guter Dinge. „Wir brauchen uns da nicht verstecken“, sagt er. „Erstmal schauen wir jetzt nur auf Haltern. Aber am Ende wollen wir natürlich beide Spiele unbedingt gewinnen.“

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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