Aykut Kocabas und Eintracht Werne haben sich in der Vergangenheit als Pokal-Schreck erwiesen. © Jura Weitzel
Fußball

Kein Karriereende als Spieler: Aykut Kocabas von Eintracht Werne fühlt sich auf dem Platz wohl

Der jüngste Heimsieg hat Eintracht Werne in der Kreisliga A weiter nach vorne gebracht. Die Tendenz soll sich nun fortsetzen. Auch der Trainer der Evenkämper mischt weiter aktiv auf dem Platz mit.

Beim 3:1-Sieg gegen Westfalia Rhynern II am vergangenen Sonntag zeigte Eintracht Werne die beste Anfangsphase der Saison. Dabei auch wieder in der Startelf: Spielertrainer Aykut Kocabas, der vor der Saison eigentlich angekündigt hatte, nur noch im Ausnahmefall selbst aktiv zu werden. Doch so bald wird sich der Coach wohl nicht auf seine Rolle an der Seitenlinie zurückziehen, denn er hat wieder Blut geleckt.

„Das hat schon während der Vorbereitung in den Testspielen angefangen. Bei uns ist die Innenverteidigung eher etwas dünn besetzt. Deshalb habe ich oft selbst gespielt. Dabei habe ich gemerkt, dass ich mich auf dem Platz noch sehr wohl fühle und auch noch so gut bin, dass ich der Mannschaft etwas geben kann“, so Kocabas. Dieses Gefühl sei bis jetzt nicht verschwunden, so dass er weiterhin oft selbst auf dem Platz steht.

Aykut Kocabas will Eintracht weiter helfen

Vergessen hat Aykut Kocabas seine Worte von vor der Saison nicht: „Inzwischen traue ich mich aber gar nicht mehr zu sagen, dass ich weniger spielen will“, verrät er mit einem Augenzwinkern. „Ich habe viel Spaß und den Eindruck, dass ich der Mannschaft helfen kann. Also mache ich es auch.“

Beim Sieg gegen Rhynern hatten sich einige Beobachter gewundert, dass Tunahan Sari, eigentlich bislang Stammspieler in der Abwehr, erst nach knapp 70 Minuten für Kocabas eingewechselt wurde. Dieser sieht sich aber nicht wirklich als Konkurrenten: „Die Frage, ob Tunahan oder ich spielt, stellt sich eigentlich gar nicht. Tunahan ist normal gesetzt. Aber in der Woche vor dem Spiel war er leicht angeschlagen und deshalb habe ich angefangen. Als das Spiel dann zwanzig Minuten vor Schluss noch eng war, habe ich Tunahan ja dann auch gebracht.“

Drei Punkte sind das klare Ziel

Die Zuschauer können aber davon ausgehen, dass Aykut Kocabas auch beim nächsten Duell am Sonntag (15 Uhr) beim VfK Weddinghofen zumindest wieder im Kader der Evenkämper steht. Der Gegner hat zuletzt seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Trotzdem ist die Vorgabe des Eintracht-Trainers klar: „Ganz ehrlich: Alles andere als drei Punkte wären eine Enttäuschung. Das muss unser Anspruch sein.“

Kocabas selbst hat kaum Erfahrung mit dem VfK Weddinghofen: „Eigentlich kennen wir nur die Ergebnisse aus dieser Saison, die bislang nicht so gut waren. Gerade deshalb dürfen wir sie aber auf keinen Fall unterschätzen. Ich kann zwar nicht für jeden Spieler persönlich sprechen, aber ich bin mir sicher, dass wir mit der richtigen Einstellung da ran gehen.“

Keine Sorgen beim Personal

Die Personallage stimmt Aykut Kocabas optimistisch: Nur Torwart Daniel Rafalski und der gesperrte Samet Sahin fallen noch länger aus. Der potenzielle Stammspieler Cem Bozkurt sei nach seiner vierwöchigen Zwangspause zu Beginn der Saison weiter auf einem guten Weg und nah an der ersten Elf. Spielertrainer Kocabas blickt daher selbstbewusst auf Weddinghofen und die folgenden Aufgaben.

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