Die Handballerinnen des TV Werne stecken in der Klemme: Sie stehen immer noch ohne Trainer da. © TV Werne
Handball

Kein Trainer, aber Support für TVW-Handballerinnen: „Damit wir nicht den Bach runtergehen“

Die Trainersuche für die Handballerinnen des TV Werne erweist sich als verzwickt. Geschäftsführer Michael Thiveßen sucht seit Monaten ohne Erfolg, hat aber zumindest temporäre Unterstützung.

Dass Beate Przybilla nicht auf der Trainerbank sitzen wird, wenn die neue Saison losgeht – das steht bereits seit Monaten fest. Nun sind es nur noch zwei Wochen bis die neue Spielzeit für den TV Werne in der Landesliga losgeht, doch die Handballerinnen stehen immer noch ohne Trainer da. Geschäftsführer Michael Thiveßen, hauptverantwortlich für die Przybilla-Nachfolge, hat nach wie vor keinen Erfolg bei der Suche zu vermelden.

Etwas Neues hat Michael Thiveßen nicht zu verkünden. „Ich bin immer noch auf der Suche nach einem Trainer“, gibt der Geschäftsführer zu Protokoll. Kandidaten gebe es zwar, „aber es ist noch nichts spruchreif“. Die Corona-Pandemie habe die Lage verkompliziert: Probetrainings waren nicht möglich, zudem wären ältere Kandidaten vorsichtiger. „Und die Jüngeren stehen halt schon irgendwie unter Vertrag“, bemerkt Thiveßen.

Fabian Schwenk unterstützt den TV Werne.
Fabian Schwenk unterstützt den TV Werne. © Landsiedel © Landsiedel

Deshalb werden die Landesliga-Spielerinnen derzeit vor allem von Alexander Bülow trainiert. „Er war ja schon vorher vier Jahre Assistent und Torwart-Trainer“, so Thiveßen, der allerdings betont, dass Bülow den Job lediglich interimsweise macht: „Sobald ich jemanden gefunden habe, ist Alex wieder der zweite Mann.“

So wolle es Bülow: „Er möchte den Job als Haupt-Trainer nicht machen, dafür fühlt er sich noch nicht sicher genug.“

Einer, der die Sicherheit und Erfahrung in jedem Fall hat, ist Fabian Schwenk. Er war vor Przybilla Trainer der TVW-Handballerinnen und ist auch jetzt eine große Hilfe. „Fabian unterstützt uns, damit wir hier nicht komplett den Bach runtergehen“, zeigt sich Thiveßen dankbar, „das ist aber nicht die Dauerlösung“.

Durch seine Rolle als Schiedsrichterwart beim Handballkreis Hellweg reicht Schwenks Zeit allerdings nicht, um wieder dauerhaft als Trainer zu arbeiten. „Da hat er zeitlich leider keine Chance“, so Thiveßen. Sollten alle Stricke reißen, hofft der Geschäftsführer trotzdem, das Schwenk bleibt: „Ich kann mir vorstellen, dass er bei uns bleibt, wenn wir bis zum Saisonstart immer noch niemanden haben.“

TV Werne benötigt auch noch Spielerinnen

Auch in Sachen Spielerinnen hält Thiveßen noch die Augen offen: „Es wäre schön, wenn wir noch zwei, drei Leute dazubekommen könnten.“ Der Kader sei zwar gut, aber nicht breit genug: „Wenn dann mal zwei oder drei fehlen, wird es direkt eng.“ Zwei Wochen vor Landesliga-Start hat Michael Thiveßen also noch viel Arbeit vor sich.

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Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
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