Ein weiterer Spieler aus der A-Jugend hat beim SV Herbern II den Durchbruch geschafft. © Verena Schafflick
Fußball

„Körperlich muss ich noch zulegen“: A-Jugendlicher überzeugt beim SV Herbern II

In der U23 des SV Herbern sammeln einige A-Jugendliche früh viel Spielpraxis bei den Herren. In dieser Saison hat sich ein weiterer Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in den Vordergrund gespielt.

Die U23 des SV Herbern spielt in der Kreisliga A oben mit und ist in dieser Saison bislang noch ungeschlagen. Im Sommer sind einige A-Jugendliche zum Team von Trainer Daniel Heitmann gestoßen. Einer dieser jungen Spieler hat sich seitdem zur Stammkraft entwickelt und punktet darüber hinaus, weil er flexibel einsetzbar ist.

Wenn Tim Jäger über seine Erfahrungen in den ersten paar Monaten im Kader der Herberner Zweiten spricht, hört man viel Positives: „Wir jungen Spieler sind hier vom ersten Moment an sehr gut aufgenommen worden. Und zwar unabhängig davon, ob wir in der ersten oder zweiten Mannschaft der A-Jugend gespielt hatten. Ich selbst fühle mich auch richtig wohl im Team.“

Tim Jäger spielt am liebsten auf der Zehn

Tim Jäger hatte auf jeden Fall bereits reichlich Zeit, um sich zu beweisen. In den meisten Spielen dieser Saison stand der Newcomer in der Startelf. Dabei war er auf verschiedenen Positionen zu finden, meistens allerdings auf der linken offensiven Außenbahn.

Tim Jäger hat sich in der zweiten Mannschaft des SV Herbern direkt etabliert. © Johanna Wiening © Johanna Wiening

„Ich würde auf jeden Fall sagen, dass ich offensiv mehrere Positionen spielen kann. Zum Beispiel auch auf der rechten Seite. Am liebsten spiele ich eigentlich den relativ klassischen Zehner. Da durfte ich bisher eher selten ran, aber das ist schon okay“, schätzt Jäger seine Rolle in der Mannschaft ein.

Tim Jäger will so viel spielen wie möglich

Ist es also nach diesem starken Start nur eine Frage der Zeit, bis Tim Jäger auch für die Erste des SVH in der Landesliga aufläuft? Er selbst gibt sich betont vorsichtig – auch mit Hinweis auf die Bereiche, in denen er sich noch verbessern kann: „Natürlich wäre es cool, bald auch mal höherklassig zu spielen. Wenn man mich fragen würde, würde ich auf keinen Fall direkt nein sagen. Aber es ist auch klar, dass ich mich für die Landesliga körperlich noch deutlich verbessern müsste.“

Was auch auffällt: Tim Jäger ist zwar ambitioniert, aber weiß auch, dass es gerade in den unteren Ligen im Fußball schwer ist, eine Karriere durchzuplanen. „Für mich geht es jetzt vor allem darum, in der U23 so viel zu spielen wie möglich. Die erste Mannschaft ist immer irgendwie das Ziel. Aber du weißt nie genau, was kommt. Man spielt ja nicht nur Fußball – gerade in unseren Klassen.“

SV Herbern II überzeugt mit starkem Kampfgeist

Mit der bisherigen Teamleistung in der Saison ist Tim Jäger durchaus zufrieden: „Dass wir bislang noch ungeschlagen sind, ist natürlich cool. Ich würde sogar sagen, dass wir noch zu viele Gegentore bekommen. Aber wir haben einen guten Kampfgeist in der Mannschaft und konnten schon ein paar Spiele drehen.“

Das Konzept der U23 beim SV Herbern funktioniert offenbar gut. Spieler aus der eigenen Jugend sammeln früh Spielpraxis im Herrenbereich und bekommen eine Perspektive. Gleichzeitig ist die Mannschaft für sich genommen ambitioniert und erfolgreich. Spieler wie Tim Jäger stehen beispielhaft für dieses Konzept.

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