Fußball

Letztes Aufgebot bringt dem SV Herbern einen Punkt in Bockum-Hövel

Die Landesliga-Fußballer des SV Herbern sind am Sonntag bei der SG Bockum-Hövel mit dem letzten Aufgebot und ohne einen richtigen Stürmer angetreten. Dementsprechend schwach war auch die Offensivleistung der Herberner.

Die Herberner hatten vor der Partie gegen die SG Bockum-Hövel einige Ausfälle zu verkraften. Besonders in der Offensive fehlten die Spieler. Die nominellen Angreifer Daniel Krüger, Luis Krampe und Joe Breloh waren privat verhindert. Dominik Lünemann wird noch eine längere Zeit verletzt bleiben.

Trainer Benjamin Siegert war also beim ersten Auswärtsspiel froh, dass er elf fitte Spieler auf dem Feld hatte. Man merkte es den Blau-Gelben auch an, dass sie auf dem Zahnfleisch laufen. In der Offensive fand man über das gesamte Spiel keinen Zugriff. Nicht eine nennenswerte Torchance konnten sich die Herberner herausspielen.

Allerdings standen sie auch in der Defensive sicher. Bockum-Hövel hatte mehr Spielanteile und auch mehr Ballbesitz, aber sie schafften es nicht, aus dem Spiel heraus gefährlich vor das Herberner Tor zu kommen. Im letzten Drittel fehlte die Durchschlagskraft. Durch einen Standard wurde es gefährlich für Herbern. Jonas Westmeyer legte sich den Ball zum Freistoß hin. Er lief an und knallte den Ball an den Pfosten (24.) – Aluminium-Glück für Herbern. Das war die einzige nennenswerte Aktion im ersten Durchgang.

Nach dem Seitenwechsel blieb eine Herberner Reaktion aus. Die SG war weiterhin spielbestimmend. Nach einem langen Ball konnte Johannes Richter die Kugel nicht klar genug klären. Der Ball landete in der Mitte. Knapp 20 Meter vor dem Tor nahm Leon Müsse Maß. Philipp Sandhowe im Herberner Tor musste sich strecken und lenkte den Ball rechts neben das Tor zur Ecke (55.).

Nur zehn Minuten später wurde Jannick Kastner auf links freigespielt. Er lief allein auf Sandhowe zu. Anstatt an dem Torhüter vorbeizuschießen, wählte er den Lupfer. Die falsche Entscheidung. Sandhowe blieb stehen und fing die Kugel. Bitter für Kastner: Bei der unglücklichen Aktion verletzte er sich und musste ausgewechselt werden.

Herbern wurde in der Offensive überhaupt nicht gefährlich. Sinnbildlich für das schwache Offensivspiel war eine Aktion von Marcel Scholtysik in der 70. Minute. Scholtysik wollte den Ball links im Strafraum an der Grundlinie verarbeiten. Er schaffte es allerdings nicht. Stattdessen rutschte er aus und der Ball ging direkt ins Toraus.

Herbern merkte man in der Schlussphase an, dass sie mit dem 0:0 zufrieden waren. Bockum-Hövel wollte den Sieg. In der Schlussphase dann noch einmal ein Aufreger. Nach einer Flanke blockte Julius Höring den Ball mit dem Oberarm ab. Der Pfiff blieb aus, zum Entsetzen der Gastgeber – eine nicht ganz eindeutige Entscheidung.

„Ich glaube Herbern ist mit dem Punkt zufriedener als wir. Uns ist es nicht gelungen im letzten Drittel gefährlich zu werden. Wir hatten das Spiel über 90 Minuten im Griff. Auf diese Leistung können wir aufbauen“, sagte SG-Coach David Schmidt.

Herberns Coach Benjamin Siegert ist mit dem Punkt zufrieden: „Aufgrund der Personalsituation nehmen wir den Punkt gerne mit. Das war das letzte Aufgebot, was wir zur Verfügung hatten. Hinzukommen noch drei Spieler auf der Bank, die eigentlich gar nicht hätten dabei sein sollen, von daher stimmt das Ergebnis.“

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