Marcel Niewalda ist mittlerweile wieder im Lauftraining. © Verena Schafflick
Fußball

Marcel Niewalda könnte bei seinem Comeback beim Werner SC einen kuriosen Rekord erreichen

Acht Monate ist es her, dass Marcel Niewalda vom Werner SC sich einer Knieoperation unterziehen muss. Bei seiner Comeback-Arbeit hat er auch einen kuriosen Rekord vor Augen.

Ein halbes Jahr Ausfallzeit. Das gilt bei einem Kreuzbandriss heutzutage durchaus schon als Faustregel – zumindest im Profifußball. Im Amateurbereich sieht das häufig anders aus. „Ich habe zwar schon von Kollegen gehört, die sechs Monate nach einem Kreuzbandriss wieder gespielt haben. Bei mir war aber schnell klar, dass es etwas länger dauern wird“, weiß Marcel Niewalda, Spieler des Werner SC, seine aktuelle Situation einzuschätzen.

Nach seiner Knieoperation am 4. November 2020 und der folgenden Reha-Phase kann Niewalda bereits seit einigen Monaten wieder Sport treiben. Eine Rückkehr ins normale Mannschaftstraining des WSC war für ihn zum Wiederbeginn nach dem langen Shutdown aber noch nicht möglich: „Anfang Juni hatte ich nochmal Gespräche mit dem Arzt und meinem Physiotherapeuten. Da wurde mir gesagt, ich solle mir noch mindestens ein bis zwei Monate Zeit lassen, bevor ich richtig einsteige.“

„Das Fußball-ABC wieder lernen“

Für die aktuell laufende Saisonvorbereitung bedeutet das: Marcel Niewalda absolviert Läufe, trainiert mit einer Koordinationsleiter und versucht auch, in Pass- und Technikübungen mit Co-Trainer Aki Scheunemann wieder ein Gefühl für den Ball zu erlangen. „Es ist schon ein bisschen wie im Jugendtraining, wo man nach und nach das grundlegende Fußball-ABC lernt“, erklärt der ambitionierte Fußballer lachend.

Obwohl er bei Zweikampfübungen und Spielformen bislang noch außen vor ist, will Niewalda in den kommenden Wochen beim Training immer vor Ort sein. Das sei auch wichtig, um den Kontakt zum Rest der Mannschaft nicht zu verlieren. „Ich hoffe, dass ich dann schon in vier Wochen deutlich mehr machen kann als heute“, blickt er voraus. Bis dahin möchte der Offensivmann auch seine muskulären Probleme in der Wade, die sich auch durch die neue Belastung ergeben haben, besser in den Griff bekommen.

Optimismus ja, Druck nein bei Marcel Niewalda vom Werner SC

Für ein Comeback im Punktspielbetrieb hat sich der Rekonvaleszent derweil kein konkretes Ziel gesetzt, da er sich als „Kopfmensch“ (Zitat Niewalda) weiterhin keinem unnötigen zusätzlichen Druck aussetzen will: „Eine Hauruck-Aktion würde überhaupt nichts bringen. In unserer Spielklasse ist Fußball kein Beruf, sondern ein Hobby – und es gibt deutlich Wichtigeres im Leben.“

Einen kuriosen „Rekord“ visiert Marcel Niewalda dennoch an, wenn auch mit einem Augenzwinkern. Sollte es beim ersten Landesligaspiel der Saison 2021/22 (geplant für Ende August) schon für einen Kurzeinsatz reichen, hätte er aufgrund der langen Corona-Pause de facto nur ein einziges Meisterschaftsspiel wegen seiner Verletzung verpasst. Und das können wohl nur die wenigsten Spieler nach einem Kreuzbandriss von sich behaupten.

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