Fußball

Nach „Sprung ins kalte Wasser“: Kaan Bulut und Fabian Schäfer wollen bei Eintracht Werne angreifen

Es war schon ein bisschen überraschend, als Kaan Bulut und Fabian Schäfer Anfang April bei Eintracht Werne in der Startelf standen. Nun haben sie sich aber eingelebt und wollen angreifen.
Fabian Schäfer kam mitten in der Saison aus der A-Jugend. © Johanna Wiening

Die Personalsorgen waren bei Fußball-Kreisligist Eintracht Werne in dieser Saison ein Dauerthema. Ihren Höhepunkt fanden sie aber am 10. April, als die Evenkämper beim BV Hamm antreten mussten. Dort standen zwei neue Gesichter in der Startelf – dem ging ein großes Chaos voraus.

Aber von vorne: Die Evenkämper hatten wegen Verletzungen, Sperren und beruflicher Abwesenheit vor der Partie gegen den BVH so große Personalsorgen, dass nicht mal elf Spieler aus der ersten Mannschaft zur Verfügung standen. Die Zweite weigerte sich, auszuhelfen. Und da kamen Kaan Bulut und Fabian Schäfer ins Spiel.

Kaan Bulut will bei Eintracht Werne jetzt richtig angreifen. © Johanna Wiening

Um eine Mannschaft stellen zu können, fragte das Trainerduo von Eintracht Werne, Mario Martinovic und Aykut Kocabas, bei der A-Jugend an und Fabian Schäfer und Kaan Bulut sagten sofort zu.

„Wir kannten die Mannschaft vorher noch gar nicht richtig und dann standen wir auf einmal in der Startelf“, erinnert sich Fabian Schäfer an seinen ersten Einsatz für die Eintracht. Und auch Kaan Bulut sagt: „Wir wurden komplett ins kalte Wasser geschmissen.“

Doch das klappte gut – auch, weil es menschlich sofort stimmte. „Die Jungs haben uns direkt total lieb aufgenommen“, sagt Kaan Bulut. „Das ist ein richtig gutes Team und wir haben uns direkt wohl gefühlt.“ Das funktionierte dann auch auf dem Platz. „Uns wurde die ganze Zeit geholfen und wir wurden viel unterstützt“, sagt Fabian Schäfer. „Auch wenn man mal einen Fehler gemacht hat, war das nicht schlimm und alle haben einem Mut zugesprochen.“

Die beiden Youngsters zahlten das mit guten Leistungen zurück und bekamen auch dementsprechend ihre Einsatzzeiten. „Wir durften sehr regelmäßig spielen, auch als wieder mehr Stammspieler zurück waren. Das war natürlich cool“, verrät Kaan Bulut.

Fabian Schäfer war froh über jede Minute auf dem Platz. „Natürlich will man so viel wie möglich spielen“, sagt der junge Fußballer. „Aber ich war die ganze Zeit froh, wenn ich überhaupt ran durfte. Egal ob fünf, zehn oder zwanzig Minuten am Ende.“

Nun fokussieren sich die jungen Fußballer beide aber bereits auf die kommende Saison. „Es ist cool, dass man jetzt von Anfang an dabei sein kann“, sagt Kaan Bulut. „Dann hat man auf jeden Fall die Möglichkeit, sich zu beweisen und in den Fokus zu spielen.“

Und auch Fabian Schäfer will nun angreifen. „Ich werde richtig Gas geben und mich reinhängen“, sagt er. „Dann hoffe ich natürlich auf viel Einsatzzeiten, aber die Trainer entscheiden, wer spielen darf.“

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