Aykut Kocabas wird ab der kommenden Saison nicht mehr als Co-Trainer für Eintracht Werne tätig sein, sondern eine höhere Positionen einnehmen. © Jura Weitzel
Fußball

Selbstbewusster Cheftrainer: Aykut Kocabas zu seiner neuen Position bei Eintracht Werne

Seit drei Jahren steht an der Seitenlinie bei Eintracht Werne ein eingespieltes Team. Nun gib es für die kommende Saison einen internen Wechsel, der für die Coaches auch Veränderungen mit sich bringt.

Drei Jahre lang stand Aykut Kocabas für Eintracht Werne an der Seitenlinie als Co-Trainer und teilweise auch als Spieler auf dem Platz. Für die kommende Saison gibt es beim A-Ligisten nun einige Veränderungen auf der Position der Coaches. Mario Martinovic nimmt die Stelle von Kocabas ein und der 32-Jährige wird der Chef an der Seitenlinie. Im Interview erzählt er, was der besondere Reiz als Trainer ist, welche Veränderungen auf ihn zu kommen und warum er nicht ohne Fußball kann.

Aykut Kocabas, warum stehen Sie für Eintracht Werne nun in der ersten Reihe als Chef?

Schon zu Beginn der Saison habe ich das Ganze mit Mario abgesprochen und dann dem Vorstand noch mal präsentiert. Er will durch Familiennachwuchs einfach ein bisschen kürzertreten und so haben wir uns intern auf den Wechsel geeinigt. Durch die B-Lizenz habe ich ja auch die Voraussetzungen für den Posten.


War der Wechsel auch eine schöne Bestätigung, dass Sie es nicht nur auf dem Platz, sondern auch an der Seitenlinie drauf haben?

Ich habe schon ein Jahr nachdem ich zur Eintracht gekommen bin, das Vertrauen bekommen, als sie mich nach meiner Verletzung für den Posten als Co-Trainer angefragt haben. Das macht einen schon stolz. Und jetzt ist das nochmal unterstrichen worden durch die Arbeit als Cheftrainer. Ohne Fußball geht es einfach nicht, da ich wirklich auf dem Platz groß geworden bin.

Was verändert sich in der kommenden Saison nun für Sie?

Ich bin jetzt der direkte Ansprechpartner für den Vorstand und bei Besprechungen. Außerdem liegt die letzte Entscheidung in meiner Hand. Sonst ändert sich eigentlich gar nicht so viel. Denn auch als ich Co-Trainer war, hat Mario mich immer viel eingebunden. Es wird nicht so sein, dass der Cheftrainer alles macht und der Co-Trainer nur Kleinigkeiten übernimmt. Das wird alles gemeinsam besprochen und entschieden.

Was macht den besondere Reiz aus, eine Mannschaft als Chef zu trainieren?

Die eigene Fußballphilosophie, die man im Kopf hat, zu übermitteln und dann auf dem Platz möglichst mit Erfolg zu sehen – das ist wichtig für mich. Und Siege sind einfach nochmal ein weiterer Ansporn. Es ist auch eine schöne Bestätigung, den Spielern etwas beizubringen und zu sehen, wie sie reifer werden und Fortschritte machen.

Aykut Kocabas und Mario Martinovic sind bei Eintracht Werne ein eingespieltes Trainer-Team. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Haben Sie auch bisschen Angst, soviel Verantwortung zu tragen?

Ich habe damit eigentlich gar keine Probleme, da ich weiß worauf ich mich eingelassen als Cheftrainer. Ich bin da eher selbstbewusst und sehe das nicht als Drucksituation. Außerdem kenne ich die Mannschaft und die Jungs wissen auch was ich für ein Charaktertyp bin – dass ich diszipliniert und zielstrebig an das Ganze rangehe und den Erfolgen hinterherrenne.

Welche Ziele streben Sie als Cheftrainer für die kommende Saison an?

In der vergangenen Saison hatten wir ein relativ schweres Los mit vielen Topspielen direkt zu Beginn. Nach der langen Pause geht es jetzt darum, dass alle gesund sind und dass wir die neuen Spieler gut ins Team integrieren. Alle haben Sehnsucht nach Fußball und wenn wir auf dem Platz Spaß haben und an unsere Leistungsgrenze gehen, kommen die Erfolge automatisch.

Werden Sie auch weiterhin als Spieler im Einsatz sein oder nur noch coachen?

Mein Spielerpass existiert zwar immer noch. Aber ich werde nur selbst spielen, wenn wirklich Not am Mann ist bei Verletzungen oder Sperren. Die Jungs sind auch einfach defensiv besser und fußballerisch kreativer sowie fitter als ich. Meine Priorität liegt im Moment eher an der Seitenlinie und nicht auf dem Platz.

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