Eintracht Werne veranstaltet ein Benefizturnier für die Opfer der Flutkatastrophe. © Jürgen Weitzel
Fußball

„Sind im Guten auseinandergegangen“: Eintrachts A-Junioren haben einen neuen Trainer

Vor knapp vier Monaten haben Eintracht Wernes A-Junioren einen neuen Trainer vorgestellt. Nun hat wiederum ein neuer Coach seine Aufgaben übernommen - wobei der gar nicht so ganz neu ist.

Die A-Jugend von Eintracht Werne hat einen neuen Trainer. Oder viel mehr: einen alten Bekannten als Trainer. Er hat Anfang September das Amt übernommen und bekommt von zwei weiteren Trainern Unterstützung.

Dabei hatte Carsten Clemens sich seinen „Ruhestand“ vom Trainer-Dasein ganz anders vorgestellt: „Ich wollte einfach mal nur der Vater sein, der hinter der Bande steht“, erklärt er mit einem Grinsen. Zuvor hatte der die Mannschaft der jetzigen A-Jugend sieben Jahre trainiert, die Spieler kennen ihn somit seit den E-Junioren.

Doch plötzlich war der Posten als Trainer der A-Junioren wieder frei. Adis Hasanbegovic hatte die U19 der Eintracht erst Ende Mai übernommen, aber laut Clemens habe es nicht so richtig gepasst. „Wir sind aber im Guten auseinandergegangen, haben alle auch noch Kontakt zueinander“, so Clemens. Hasanbegovic würde sich auch regelmäßig darüber informieren, wie es für sein Ex-Team so läuft.

„Er ist eigentlich ein guter Trainer, aber hat vielleicht ein bisschen viel von den Jungs verlangt“, meint Clemens. Für Hasanbegovic war die A-Jugend von Eintracht Werne das erste Juniorenteam als Trainer, zuvor war Seniorentrainer beim TSC Kamen II.

Adis Hasanbegovic gibt zu, viel verlangt zu haben von der Mannschaft. „Den Jungs kann ich keinen Vorwurf machen, sie haben in jedem Training alles gegeben. Ich weiß, dass die Jungs mich gemocht haben, aber für den ein oder anderen war das einfach zu viel.“ Die Spieler hätten ihm unbedingt zeigen wollen, was sie können, hätten sich dabei selber aber zu sehr unter Druck gesetzt. „Das war nie meine Intention.“

Daher seien die Spieler vor dem Pokalspiel gegen den TuS Wiescherhöfen am 8. September an Carsten Clemens rangetreten. Beim nächsten Ligaspiel in der Kreisliga B vier Tage später wurde der Ex-Trainer dann offiziell von der Mannschaft verabschiedet. „Es wurde kein böses Wort gesprochen, alles ist sehr harmonisch“, betont Clemens dabei nochmals.

Das bestätigt auch Hasanbegovic: „Die Jungs schreiben mir immer noch. Ich wünsche ihnen nur das Beste.“ Vor allem den Kapitän Mustafa Yilmaz hob der Ex-Coach hervor: „In seinem Alter ist er schon ein richtiger Leader, der seinen Weg mit der Mannschaft zu 100 Prozent gehen wird.“

Co-Trainer-Duo unterstützt Clemens

Clemens, der auch Sportlicher Jugendleiter ist, hatte dann erst überlegt, das Team nur übergangsmäßig zu übernehmen. „Aber ich wollte auch eine gewisse Konstanz reinkriegen und nicht ständig einen neuen Trainer vorstellen“, erklärt der neue Alt-Trainer der A-Junioren. Daher bleibe er für den Rest der Saison an der Seitenlinie der Eintracht.

Unterstützung bekommt er hierbei von Kimberly Krampe und Cafer Yilmaz. „Wir sind jetzt ein Dreierteam, das ganz gut harmoniert“, zeigt sich Clemens begeistert. Hasanbegovic hat inzwischen auch einen neuen Verein gefunden.

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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