Eine Spielerin des SV Herbern wurde für ihre Jugendarbeit ausgezeichnet. © Johanna Wiening
Fußball

Spielerin des SV Herbern wird für ihre Jugendarbeit geehrt: „Es macht mehr Spaß, als dass es nervt“

Viele Fußballer und Fußballerinnen engagieren sich in ihrer Laufbahn auch ehrenamtlich. Eine Spielerin des SV Herbern stach mit ihrer Arbeit im Jugendbereich heraus.

Der „Sportjugend Award“ wird jährlich vom Kreissportbund Coesfeld gestellt und für besondere Leistungen verliehen. Der Fokus liegt hier vor allem auf der Jugendarbeit. Eine Spielerin des SV Herbern wurde für den diesjährigen Award von ein paar ihrer Teamkolleginnen vorgeschlagen – und hat gewonnen.

Die Rede ist von Hanna Kruckenbaum. Die 24-Jährige engagiert sich bereits seit vielen Jahren in ihrem eigenen Verein, dem SV Herbern, besonders für die Jugendlichen. Seit 2017 ist sie vor allem als Trainerin tätig. Zuerst trainierte sie die C-Mannschaft der Mädchen, inzwischen trainiert sie im Trainerteam die U17-Mädchenmannschaft des SV Herbern. Auch als Betreuerin in Ferienlagern hat sie bereit geholfen.

Trainer werden im Jugendbereich immer gebraucht

„Mir hat’s einfach Spaß gemacht“, erklärt Kruckenbaum. Das sei der Hauptgrund für ihr Engagement. Trainer werden im Moment natürlich immer gebraucht und die Teilnahme in der Jugendarbeit ist eine wichtige Sache. So motiviert Kruckenbaum auch immer gerne andere und versucht sie für ein solches Engagement zu begeistern.

Wie das Ganze angefangen hat, weiß Kruckenbaum selbst nicht mehr genau. Sie spielt bereits seit neun Jahren für den SV Herbern und ist damals mit einigen Freundinnen dem Verein beigetreten. Und dann war sie irgendwann selbst Trainerin.

„Irgendwie ist man selber so reingerutscht“, erzählt Kruckenbaum. Zuerst hat sie die Mädchenmannschaft der C-Jugend übernommen, bis sie vor zwei Jahren dann begonnen hat, die B-Jugend zu trainieren. Der Jugendvorstand habe sie einfach gefragt, meint sie.

SV Herbern bildet im Mädchenbereich eine Spielgemeinschaft

Wie sich die Anzahl des Mädchenzuwachses verändert, bekommt Kruckenbaum als Trainerin natürlich ebenfalls mit. Die Menge an fußballbegeisterten Mädchen schwankt immer ein wenig. Aus diesem Grund haben sich die unteren Mädchenmannschaften auch mit dem TuS Ascheberg zusammengeschlossen.

Natürlich wird es immer schwieriger, Kinder für den Sport zu begeistern. Deshalb unterstützt der SV Herbern vor allem die Mädchenmannschaften besonders. Auch die Zusammenlegung mit dem TuS Ascheberg spielt da mit rein. „Da merkt man irgendwie, dass Mädchenfußball beim SV Herbern großgeschrieben wird“, findet Kruckenbaum.

Die Arbeit mit Jugendlichen fällt Kruckenbaum recht leicht. Sie ist es gewohnt mit Kindern zu arbeiten und hat inzwischen auch beruflich mit ihnen zu tun. Die 24-Jährige macht ein Studium zur Lehrerin und im Zusammenhang mit ihrem Referendariat trifft sie in ihrem Alltag dauernd auf Kinder und Jugendliche. Dementsprechend unkompliziert ist das Trainieren der Mannschaft dann auch für sie. „Es macht mehr Spaß, als dass es nervt“, verrät Kruckenbaum. Über kleinere Probleme kann sie da gut hinwegsehen.

Dennoch ist der Alltag der Fußballspielerin recht voll. Es gibt immer wieder mal Überschneidungen mit ihrem Beruf. Deshalb ist es eine Erleichterung, dass sie bei der B-Mädchenjugend des SV Herbern eher nur die zweite Trainerin ist. Auch einige Spiele überschneiden sich mit denen der Damenmannschaft des SV Herben. Bis jetzt hat es trotzdem funktioniert. Sollte sich Kruckenbaum entscheiden müssen, geht ihrer Lehrstelle zwar vor, jedoch war dies bis jetzt noch nicht der Fall. Sie engagiert sich also weiter als Trainerin beim SV Herbern.