Fußball

SV Herbern II holt im Derby in Unterzahl glücklich einen Punkt

Der SV Herbern II hat im Derby gegen den TuS Ascheberg einen Punkt geholt. Für den Trainer war das einerseits positiv - aber auch ärgerlich. Zumal es am Ende auch einen Platzverweis gab.

Am Ende war es ein glücklicher Punkt für den SV Herbern II: Im Derby mit dem Gemeinderivalen TuS Ascheberg trennten sich die beiden A-Ligisten am Ende mit 2:2 (0:0). Dabei hadert Daniel Heitmann im Nachhinein, ob er sich freuen soll darüber oder nicht.

Denn eigentlich war der SVH II fußballerisch den Aschebergern überlegen. „Wir hatten sehr sehr viel Ballbesitz, haben den Ball gut laufen lassen. Ascheberg war hingegen mehr auf zerstören und lange Bälle aus“, sagte der Trainer der U23 rückblickend.

Entsprechend überraschend war dann auch der 0:0-Pausenstand. Denn zu dem Zeitpunkt hätte Herberns Zweite schon führen können. Aber der A-Ligist vergab zwei dicke Chancen, eine davon durch Mirco Kortendick. Er tauchte alleine vorm Ascheberger Torwart auf.

Dafür ging es dann in der zweiten Halbzeit torreich zu. Aus dem Nichts gingen aber die Ascheberger in Führung (59. Minute). „Danach brauchten wir lange, um uns davon zu erholen“, sagte Heitmann. Herbern glich aber durch Niclas Sondermann aus: Ein langer Einwurf eierte durch den Sechszehner und landete vor dem jungen Stürmer, der dann in der 70. Minute ausglich.

Der Ausgleich hielt aber nur kurz an. Denn nur eine Minute später ging der TuS wieder in Führung – und zwar durch einen „absoluten Sonntagsschuss“, wie Daniel Heitmann sagte. Nach einem langen Ball nahm Mirco Frenking den Ball nach einem Aufticken direkt. Ein schönes Tor – und der Beginn einer Herberner Gegenoffensive.

Rote Karte für Höring

„Wir sind danach offensiver geworfen und sind nur noch angelaufen“, so Heitmann. Ascheberg hätte durch Kontersituation den Sack zu machen können. Dennoch besorgte Mirco Kortendick zwei Minuten vor Schluss den 2:2-Ausgleich nach einer Ecke.

Ärgerlicher Schlussakkord war aber ein Platzverweis für den eingewechselten Kilian Höring (90.). Der Offensivspieler wollte nach einem langen Ball im Mittelfeld einen Konter des TuS unterbinden. Mit gestrecktem Bein foulte er seinen Gegenspieler auf Höhe der Mittellinie. „Die Rote Karte war okay“, sagte Heitmann im Nachhinein.

Dennoch ging Heitmann mit gemischten Gefühlen aus der Partie: „Einerseits freue ich mich über das Tor und den Punkt, andererseits waren wir fußballerisch deutlich besser.“

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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