Die Enttäuschung beim SV Herbern war groß. © Johanna Wiening
Fußball

SV Herbern spielt überragend – und gibt den Sieg am Ende doch noch ab

Endlich sollte der Knoten platzen am Sonntag beim SV Herbern. Der Landesligist spielte gegen die SG Borken sein bestes Saisonspiel - gab den Sieg am Ende aber doch noch ab.

Es war ungewöhnlich still nach dem Spiel des SV Herbern am Sonntag. Einen Punkt hatte der Landesligist im Duell mit der SG Borken mitgenommen. Damit steckt die Mannschaft weiterhin im Tabellenkeller fest. Dabei hatte die Partie eigentlich gut angefangen.

Denn schon nach zwei Minuten konnten die Herberner jubeln. Daniel Krüger spielte den Ball auf links zu Robin Schwick, der nur noch zum 1:0 einnetzen musste. Der Jubel bei den Herbernern nach den schwierigen letzten Wochen war groß.

Auch danach war der SVH die klar spielbestimmende Mannschaft. Besonders über Robin Schwick und auch Daniel Krüger lief viel, beide kamen immer wieder zu klaren Torchancen. Die Borkener auf der anderen Seite schafften es nicht, sich entscheidend in den Strafraum vorzuspielen.

Nach einer Viertelstunde belohnte sich der SVH dann für seine Überlegenheit. Einen Konter spielte Robin Schwick sauber zuende, erzielte den völlig verdienten zweiten Treffer (13.). Die Herberner hatten das Spiel völlig im Griff zu diesem Zeitpunkt.

Auch danach blieb der SVH die spielbestimmende Mannschaft, Doppeltorschütze Robin Schwick war der auffälligste Spieler. „Er hat eine starke Partie gemacht und wirklich überragend gespielt. Das war sicherlich ein gutes Spiel für ihn“, freute sich auch Trainer Benjamin Siegert nach dem Spiel.

Doch obwohl die Herberner sich stark präsentierten: Nach einer halben Stunde gab es dann doch noch einen Dämpfer. Borken bekam einen Freistoß zugesprochen. Den konnten die Herberner nicht verteidigen – Philipp Sandhowe hatte keine Chance und musste hinter sich greifen (34.).

Danach wurde das Spiel etwas zerfahrener, dennoch behielt der SVH die Oberhand. Borken kam zu keiner wirklichen Torchance und tat sich schwer, sich überhaupt mal wirklich in den Herberner Strafraum zu kombinieren. Die Herberner Führung blieb verdient.

Auch nach der Pause sah alles nach einem Sieg für den SVH aus. Zwar wechselte Siegert durch, brachte Ahmet Schett, Robin Schmitt und Philo Gremme für Dennis Närdemann, Philipp Dubicki und Marcel Scholtysik. Dem Herberner Spiel tat das aber keinen Abbruch.

Aber was fast schon nach einem Sieg in trockenen Tüchern aussah, drehte sich eine Viertelstunde vor Schluss doch nochmal. Bei einem Borkener Konter wurde der Ball unglücklich abgefälscht und landete hinter Philipp Sandhowe im Netz (75.). Plötzlich stand es 2:2.

Die bis hierhin so sicheren Herberner mussten nun hinten aufmachen und mit voller Kraft nach vorne agieren. Das machten sie zwar weiterhin gut, zu einem Tor führten die Bemühungen aber nicht. So blieb es beim 2:2, das sich anfühlte wie eine Niederlage.

„Wir haben heute das beste Spiel des SV Herbern in der Saison gesehen“, sagte Trainer Benjamin Siegert nach dem Abpfiff. „Umso ärgerlicher ist es, dass wir dann doch nur einen Punkt mitnehmen. Aber wir sind einen Schritt weiter gekommen – dafür werden wir uns irgendwann belohnen.“

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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