Philo Gremme und der SV Herbern verloren erneut. © Johanna Wiening
Fußball

SV Herbern zeigt starke Partie, verliert aber trotzdem

Auch an diesem Sonntag war der SV Herbern gegen den BSV Roxel wieder personell schwach besetzt. Dennoch zeigte die Mannschaft eine überzeugende Partie - und verlor am Ende trotzdem.

Schon vor dem Heimspiel gegen den BSV Roxel war klar, dass es die Herberner durchaus mit einem starken Gegner zu tun bekommen würden. Und auch, wenn es am Ende ein deutliches 3:1 wurde – der SV Herbern zeigte die bisher stärkste Partie der Saison.

Gestartet waren sie allerdings denkbar schlecht. Schon in der vierten Minute konnten die Gäste aus Roxel zum ersten Mal jubeln – Adenis Krasniqi überwand Philipp Sandhowe zum 1:0 (4.). „Eigentlich wollten wir genau das nicht machen“, sagt Trainer Benjamin Siegert.

Doch die Herberner gaben sich nicht auf. Couragiert spielten sie nach vorne, verteidigten hinten oft gut. Einige zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen machten dem SVH das Leben schwer – doch auch davon ließ sich die Mannschaft von Benjamin Siegert nur selten zurückkommen.

Und für die couragierte Leistung belohnte sich der SVH dann auch: Sebastian Schütte verwertete einen Traumfreistoß zum 1:1-Ausgleich, der zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient war. Die Herberner waren die bessere Mannschaft im Spiel.

Dennoch mussten sie wieder einen Rückstand hinnehmen: Nur wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff, zum psychologisch ungünstigsten Zeitpunkt, brachte erneut Adenis Krasniqi die Gäste aus Roxel in Führung. So lief der SV Herbern erneut einem Rückstand hinterher.

Doch die Herberner kamen erneut stark aus der Kabine. Man merkte: Die Mannschaft wollte die drei Punkte unbedingt, lief jeden Ball an und kreierte durchaus auch Möglichkeiten – eine hundertprozentige Chance blieb allerdings auf beiden Seiten aus.

Eine positive Überraschung gab es dann in der 71. Minute. Nach über einem Jahr Pause konnte Philipp Dubicki sein Comeback im Herbern-Trikot feiern. Direkt nach seiner Einwechslung strahlte der Kapitän eine enorme Ruhe aus, die dem Spiel half.

Dennoch mussten die Herberner auch eine bittere Pille – neben dem Ergebnis – schlucken. Nach 88. Minute wurde der starke Patrick Sobbe mit Schmerzen im Fuß ausgewechselt. Ein Besuch im Krankenhaus folgte, eine klare Diagnose stand noch aus.

Doch während die Herberner spielerisch sich weiter mühten und gute Chancen auf den Ausgleich hatten, war es am Ende erneut der BSV Roxel, der den Schlusspunkt setzte. Kai Kleine-Wilke erzielte in der 90. Minute das 3:1 und sorgte damit für den Endstand.

„Wenn man mal ehrlich ist: Roxel weiß am Ende nicht, warum sie hier drei Punkte geholt haben“, sagte Benjamin Siegert nach der Partie. „Die Jungs haben hundert Prozent Einsatz gezeigt und gut gespielt. Aber am Ende hat Roxel die drei Punkte und nicht wir.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening