Tim Bröer bestritt gegen Türkspor Dortmund sein erstes Spiel zurück beim SV Herbern. © Oliver Schaper
Fußball

Tim Bröer ist nach drei Jahren zurück beim SV Herbern – und bekommt direkt die Binde

Jahrelang gehörte Tim Bröer zum Stammpersonal beim SV Herbern - bis er vor drei Jahren nach Nordkirchen wechselte. Nun ist er zurück. Und bekam in seinem ersten Spiel direkt eine Sonderaufgabe.

Nach drei Jahren trägt er also wieder Blau-Gelb: Tim Bröer ist zurück beim SV Herbern. Nach wenigen Spielzeiten beim Bezirksligisten FC Nordkirchen bestritt er gegen Türkspor Dortmund sein erstes Spiel seit der Rückkehr. Und führte sein Team dabei direkt aufs Feld.

Es wirkte quasi, als wäre Bröer nie weg gewesen. Vor den drei Spielzeiten beim FC Nordkirchen trug der Allrounder lange Zeit das Herberner Trikot. Das merkte der 26-Jährige selber bei seinem Re-Debüt gegen Türkspor Dortmund: „Es ist natürlich schön, wieder hier zu sein. Die Leute drumherum kennt man ja noch.“ Nur auf dem Platz müsse man sich wieder einspielen. „Es ist natürlich noch alles neu nach der Zeit und der Pause“, erklärt er.

Die Corona-Pause macht das erste Spiel für den Landesligisten noch besonderer. „Es ist schön, überhaupt mal wieder auf dem Platz zu stehen“, sagt Bröer. Mit seinem ersten Spiel gegen Türkspor war er im Großen und Ganzen zufrieden. „Es war ein starker Gegner. Aber man kann trotzdem noch viel verbessern nach dem allerersten Spiel nach der Pause.“

Keine Erklärung für Kapitänsbinde

Zwar hatte das Team zu dem Zeitpunkt schon zwei Wochen locker trainiert, in die richtige Vorbereitung startete Herbern aber erst eine Woche nach dem Spiel. „Die Motivation wieder auf dem Platz stehen zu können, wenn es erlaubt ist, war groß“, erklärt er das frühe Testspiel.

Was er aber nicht ganz erklären konnte, war sein überraschendes Kapitänsamt. „Ich hab mir das nicht ausgesucht, das hat der Trainer gesagt, dass ich das machen soll“, sagt er. Am Anfang sei dies noch relativ egal, wer die Binde bekomme.

Was Bröer zu dem Zeitpunkt scheinbar noch nicht wusste, klärte Coach Benjamin Siegert später gegenüber dieser Redaktion auf: Er verteilt die Binde unter anderem aus einem Bier-technischen Grund an die Neuzugänge: „Wer erstmals die Kapitänsbinde trägt, muss dann eine Kiste ausgeben.“

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick