Tim Bröer spielt beim SV Herbern nicht auf seiner gewohnten Position. © Johanna Wiening
Fußball

Tim Bröer spielt beim SV Herbern auf einer neuen Position: „Ich habe da keine Präferenz“

Erst im Sommer war Tim Bröer vom FC Nordkirchen zurück zum SV Herbern gewechselt. Dort spielt er auf einer anderen Position als geplant - und sieht positive und negative Punkte.

Als Tim Bröer im Sommer vom FC Nordkirchen zum SV Herbern kam, war ziemlich klar, für welche Position er geholt worden war. Schließlich hatte der SVH seinen Mittelfeldmotor Airton zu Westfalia Kinderhaus ziehen lassen müssen – Bröer sollte diese Position Eins zu Eins ausfüllen.

In der Vorbereitung stellte Trainer Benjamin Siegert auch oft so auf. Seit Saisonbeginn allerdings war Tim Bröer nur selten auf der Sechs zu finden. Stattdessen sorgte er dafür, dass die linke Abwehrseite dicht blieb. Grund sind die anhaltenden Verletzungsprobleme des SVH.

Beim SV Herbern machen sich die Verletzten bemerkbar

„Wir hatten für die linke Abwehrseite wirklich niemanden, der die Position besetzen kann. Da machen sich die Verletzten dann schon bemerkbar“, sagt Tim Bröer selbst. „Da hat der Trainer mich gefragt, ob ich mir das vorstellen kann, da auszuhelfen.“

Kein Problem für den flexiblen Fußballer – schließlich ist die Position für ihn auch alles andere als unbekannt. „Ich habe schon etwa ab der B-Jugend links hinten gespielt, eigentlich bis ich nach Nordkirchen gegangen bin. Da war ich dann Sechser, aber deswegen ist mir die Position ja trotzdem noch bekannt.“

Das merkt man auch auf dem Spielfeld – Tim Bröer macht, besonders in Zusammenarbeit mit dem linken Flügelspieler Robin Schwick, einen guten Job. „Das Zusammenspiel funktioniert gut, wir kennen uns ja auch schon ein bisschen“, sagt Bröer selbst.

Und auch Benjamin Siegert ist zufrieden. „Tim ist ja ein sehr variabler und flexibel einsetzbarer Spieler“, sagt der Coach. „Deswegen war es auch kein Problem, ihn da nach links hinzustellen. Dennoch hoffe ich, dass wir Tim auch bald dann wieder auf der Sechs sehen.“

Bröer selbst ist es fast egal, ob er links defensiv oder als Sechser agiert. „Eine Lieblingsposition habe ich eigentlich nicht“, sagt der Fußballer. „Es hört sich zwar platt an, aber ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt. Da sind mir beide Positionen recht.“

Am Sonntag gegen den VfL Senden (15 Uhr, Bulderner Straße 15, Senden) wird Bröer aber wohl vorerst wieder auf der linken Abwehrseite zu finden sein. Für ihn und seine Abwehrkollegen gilt es wohl vor allem, Niklas Castelle im Zaum zu halten – das Top-Talent der Liga.

„Sicherlich wird man den ausschalten müssen“, sagt auch Benjamin Siegert. „Der ist schon besser als die Landesliga und es sind auch einige Vereine an ihm dran. Aber Fußball ist ein Mannschaftssport, da gibt es noch zehn andere, auf die wir aufpassen müssen. Aber ich hoffe, dass wir ein gutes Rezept gefunden haben, um am Ende als Sieger vom Platz zu gehen.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening