Ein erst 19 Jahre alter Stürmer zerschießt förmlich die Liga. © Christian Besse / WN
Fußball

Top-Talent des VfL Senden zerschießt die Landesliga 4

In der Landesliga vier kommt man um ein Talent gerade nicht herum: Ein erst 19 Jahre alter Stürmer zerschießt förmlich die Liga, steht in dieser Saison nach acht Einsätzen schon bei 13 Toren.

Die Saison der Landesliga vier ist in vollem Gange. Mittendrin hat ein Talent mit Starspieler-Qualität einen unfassbaren Lauf. Der 19-Jährige kann sich vor Anfragen der Journalisten und höher spielender Vereine kaum retten.

Die Rede ist von Niklas Horst Castelle. „Er ist schon ein Toptalent. Es macht riesigen Spaß, ihm beim Spielen zuzuschauen und ihn weiterhin zu fördern“, erzählt ein sichtlich zufriedener Rabah Abed.

Der Trainer des VfL Senden und Förderer des VfL-Eigengewächses ist schon lange ein Fan seines Schützlings: „Wir wussten schon von Anfang an, dass Niklas eine Qualität besitzt, die ein bisschen größer ist als die in unserer Liga. Er hat ja auch schon damals über 40 Tore in der A-Jugend geschossen.“

VfL Sendens Trainer nimmt bewusst Druck von seinem Schützling

Den 19-Jährigen mache vor allem seine hohe technische Qualität aus. „Ihn unterscheidet, dass er extrem dribbelstark ist. Er sucht nicht nur das Eins-gegen-Eins, sondern traut sich auch, gegen zwei Spieler ins Dribbling zu gehen. Das ist für diese Liga untypisch“, so Abed.

Sendens Trainer hebt aber auch das gesamte Team hervor: „Niklas Castelle macht die Liga auch nicht alleine. Dahinter stehen noch zehn weitere Männer. Sein Bruder Tim leistet für ihn Beachtliches und auch Spieler wie Hendrik Heubrock und Joshua Dabrowski, die die Bälle auf der Sechs holen und Niklas damit füttern, sind immens wichtig.“

Mit solchen Aussagen nimmt Rabah Abed bewusst Druck von seinem Sturm-Talent. „Er hat sehr viele Interview-Anfragen. Er soll nicht in diese Starspieler-Rolle gedrückt werden und so noch unnötigen Druck bekommen. Niklas soll sich jetzt erst einmal auf sich selbst konzentrieren, gerade vor dem jetzt kommenden Spiel gegen den SV Herbern“, so der Trainer.

Wie lange bleibt Castelle dem VfL erhalten?

Aufgrund von Castelles immenser Qualität stellt sich auch die Frage, ob es am kommenden Sonntag um 15 Uhr womöglich sein letztes Heimspiel gegen den SVH sein könnte. „Wir wissen nicht, wie lange er bleibt und sind erstmal froh, ihn diese Saison gehalten zu haben“, erklärt Abed. Momentan konzentriere man sich auf das Hier und Jetzt: „Niklas ist hier zu Hause, Mama und Papa kommen jeden Sonntag gucken. Es macht ihm Spaß, mit der Truppe zu kicken. Er soll sich hier noch ein bisschen entwickeln.“

Abed weiß aber auch, dass Castelle seinem Verein wahrscheinlich nicht ewig erhalten bleiben wird. „Wenn er weg will, werden wir nicht im Weg stehen. Da würden wir uns ja auch selbst lächerlich machen“, erklärt er.

Es bleibt also abzuwarten, wie lange man den Castelle-Zauberfußball noch beim VfL Senden genießen kann. Es scheint aber kaum einen Zweifel daran zu geben, dass die gemeinsame Zusammenarbeit aber zeitlich begrenzt ist.