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22-Jähriger aus Werne wartet auf größeren Prozess

Amtsgericht stellt Verfahren ein

Das Amtsgericht Lünen hat am Mittwoch ein Verfahren wegen Körperverletzung gegen einen 22-jährigen Werner eingestellt. Doch für den Mann, der in Dortmund in Untersuchungshaft sitzt, war das keine gute Nachricht. Er ist nicht etwa unschuldig, sondern wartet derzeit auf einen noch größeren Prozess.

WERNE

15.03.2017 / Lesedauer: 2 min

In der Untersuchungshaft in Dortmund wartet der 22-Jährige auf einen Prozess wegen bewaffneten Raubes. Da wäre das Strafmaß für die Körperverletzung, die am Mittwoch verhandelt wurde, kaum ins Gewicht gefallen.

Der am Mittwoch verhandelte Fall liegt mehr als zwei Jahre zurück. Am Rosenmontag des Jahres 2015 war es gegen 22 Uhr im Bereich der Bücherei am Moormannplatz zu einem Streit gekommen. Es ging um 10 Euro. Die hatte das 18-jährige Opfer einem 19-Jährigen für den Kauf von Alkohol gegeben. Als er das Geld zurückhaben wollte, schlugen ihn zwei junge Männer nieder, traten den am Boden Liegenden ins Gesicht. Das Opfer musste im Hospital behandelt werden.

22-Jähriger wurde von seiner Ex-Freundin belastet

In den Protokollen der Polizei tauchte zu diesem Zeitpunkt der Name des Angeklagten gar nicht auf. Erst bei einem Prozess im Oktober 2015 wurde er von einem Zeugen und seiner Ex-Freundin belastet. Ihr soll der Angeklagte von seinen Schlägen gegen den 18-Jährigen am Rosenmontag erzählt haben. Der 22-Jährige selbst war als Zeuge geladen, aber nicht erschienen.

In dem jetzigen Prozess wiederholte die Ex-Freundin ihre Aussage. Um Licht ins Dunkel zu bringen, wäre ein Fortsetzungstermin zur Vernehmung weiterer Zeugen nötig gewesen. Insofern ist die Einstellung des Verfahrens eine prozess-ökonomische Entscheidung, denn bei dem anstehenden Prozess wegen bewaffneten Raubes ist eine mehrjährige Haftstrafe zu erwarten.

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