23-Jähriger aus Hamm wieder frei – Tatwaffe unbekannt

Versuchte Tötung an der Kamener Straße

Nach einem Streit vor einer Gaststätte an der Kamener Straße in Werne ist am Samstagmorgen ein 21-jähriger Mann lebensgefährlich verletzt worden. Ein 23-Jähriger aus Hamm wurde vorübergehend festgenommen. Die Mordkommission ermittelt.

Werne

, 24.02.2018, 09:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
23-Jähriger aus Hamm wieder frei – Tatwaffe unbekannt

Die Kamener Straße war vorübergehend gesperrt. © Daniel Claeßen

Gegen 5 Uhr morgens verließ eine Gruppe nach einer Partynacht die Diskothek an der Kamener Straße in Werne. Kurz darauf gerieten Personen aus der Gruppe aneinander. Nach Angaben der Polizei verletzten sich drei Männer aus Hamm im Alter von 21, 24 und 42 Jahren.

Am Schlimmsten erwischte es den 21-Jährigen. Er erlitt eine lebensgefährliche Stichverletzung und wurde umgehend in einem Krankenhaus behandelt. Mittlerweile konnten die Ärzte Entwarnung geben: Der Betroffene schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. Bis Samstagmittag hatte die Polizei den Tatort zwischen der Kreuzung an der Stockumer Straße und dem Autohaus an der Kamener Straße gesperrt.

„Ermittlungshinweise nicht ausreichend“

Da bei dem Fall ein versuchtes Tötungsdelikt im Raum steht, schalteten sich die Mordkommission und die Staatsanwaltschaft Dortmund ein. Im Laufe der Ermittlungen haben die Beamten zwischenzeitlich einen 23-Jährigen, ebenfalls aus Hamm, an seiner Wohnadresse festgenommen.

Da sich der Verdacht gegen den mutmaßlichen Täter zunächst nicht erhärtete, haben ihn die Beamten jedoch wieder entlassen. „Die Ermittlungshinweise waren nicht ausreichend, um den Verdächtigen weiter festzusetzen“, erklärt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund auf Anfrage.

Tatwaffe unbekannt

Worum es sich bei der Tatwaffe handelte, die den 21-Jährigen schwer verletzt hat, ist noch nicht abschließend geklärt, so die Staatsanwaltschaft. Die folgenden Ermittlungen sollen klären, wer an der Tat beteiligt war und in welchem Zusammenhang die besagte Personengruppe zueinander stand.

Offen ist auch, warum es überhaupt zu diesem Gewaltakt kam. Zwar fanden am Sonntag noch einzelne Verhöre statt, doch diesbezüglich könne die Staatsanwaltschaft erst in den kommenden Tagen weitere Auskünfte geben, hieß es am Sonntag.

Die Polizei ist auf die Unterstützung von weiteren Zeugen angewiesen. Wer zur Klärung des Falls beitragen kann, ist gebeten, sich bei der Dortmunder Polizei unter Tel. (0231) 1 32 74 41 zu melden.

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