AB Elektronik in Timisoara? "Nie gehört"

Spurensuche in Rumänien

Fragt man in der rumänischen Stadt Timisoara nach dem Unternehmen AB Elektronik, erhält man folgende Antwort: „Nie gehört. Wo sollen die denn sein?“ Auch TT Electronics, der englische Mutterkonzern, ist hier zunächst niemandem ein Begriff. Das ändert sich, wenn man erklärt, was diese Firmen produzieren.

Timisoara

, 22.01.2014, 17:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Und dazwischen erscheint immer mal wieder ein aufwändig restauriertes Gebäude, das den Stolz der zweitgrößten Stadt Rumäniens widerspiegelt: Hier begann 1989 die Revolution gegen den Diktator Nicolae Ceausescu, und hier herrscht auch nach der Wirtschaftskrise von 2007 annähernd Vollbeschäftigung: Die Arbeitlosenquote liegt bei rund 4 Prozent.Verlässt man die zweitgrößte rumänische Stadt auf der breit ausgebauten Straße, sieht man auch den Grund für diesen Wert. Das Stadtbild ändert sich: Die viereckigen Bauten aus der Zeit des sowjetischen Realismus geben die Sicht frei auf Stahl, Blech und Glas. Zunächst nur einige Autohäuser – das „Volkswagen- und Audizentrum Timisoara“ wird unter anderem auch auf Deutsch beworben. Dann kommen die großen, grauen Fabriken, die in etwa so aussehen wie gigantische Notfallcontainer an Werner Grundschulen.  Conti, VDO, Hammerstein. Und nach 13 Kilometern steht auf der linken Seite steht tatsächlich an einer dieser Hallen: „TT Electronics – AB Elektronik Manufacturing Romania SRL“.

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Eines fällt an dem 5000 Quadratmeter großen Klotz sofort auf: Die zahlreichen „Zu mieten“-Schilder. Die Halle ist nicht ausgelastet. „Nein, wir nutzen hier nicht alles“, soviel können wir erfahren, bevor der „Operations Manager“ einschreitet und uns freundlich mitteilt, dass wir Antworten nur vom Pressebüro in Köln erhalten werden. Und wir sollten doch bitte die Kamera einpacken. Für heute begnügen wir uns damit – und hoffen auf mehr Gesprächspartner am nächsten Tag.

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