ADFC: Werne bekommt Note "3-" fürs Radfahren

Selbe Note wie 2012

Das Radfahr-Klima in der Lippestadt hat sich innerhalb von zwei Jahren nicht verändert: Die Radler geben Werne wie schon 2012 eine „Drei minus“, wenn es um die Fahrradfreundlichkeit geht. Das hat der Radverkehrstest des ADFC ergeben. Eine Entwicklung bereitet den Experten des Fahrradclubs allerdings sorgen.

WERNE

, 20.04.2015, 17:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Radfahrer geben Werne eine "3 minus" beim Fahrradklima-Test des ADFC.

Die Radfahrer geben Werne eine "3 minus" beim Fahrradklima-Test des ADFC.

2012 hatten noch 200 Radfahrer beim Verkehrstest des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) die Fragen zur Situation in der Lippestadt beantwortet. 2014 waren es gerade mal 58 Teilnehmer. Damit hat Werne im Kreis Unna zusammen mit Kamen den schlechtesten absoluten Wert unter den ausgewerteten Städten (neben Werne und Kamen sind das noch Bergkamen, Lünen und Unna). Im NRW-Ranking aller Städte der Kategorie "Kleiner als 50.000 Einwohner" belegt Werne den 35. Platz von 67 Städten. Auf Bundesebene reicht es für Platz 100 von 292 Städten.

Zusätzlich zur geringen Teilnehmerzahl kommt laut ADFC hinzu, dass die Werner Antworten "im Vergleich zu den meisten anderen Städten relativ uneinheitlich" sind. Heißt: Gefühlt jeder Radfahrer in Werne sieht ein anderes Problemfeld als seine Kollegen. Das führt beim Vergleich des Gesamtergebnisses mit anderen Städten gleicher Größenordnung dazu, dass sich die Lippestadt nicht durch besondere Stärken hervortun kann - aber eben auch keine großen Defizite aufzuholen hat.

Fahrspaß Top, Sauberkeit Flop

Vergleicht man hingegen nur die Werner Antworten miteinander, lässt sich trotz unterschiedlicher Ansichten zumindest ein Trend herauslesen: Die Erreichbarkeit des historischen Stadtzentrums für Radfahrer wird eher positiv bewertet (Durchschnittsnote: 2,2), ebenso der hohe Spaßfaktor für Radfahrer in Werne (2,4) und das generell hohe Radfahreraufkommen (2,4).

Schlecht schneidet die Stadt bei den Themen Reinigung und Oberfläche der Radwege sowie bei der Führung an Baustellen (jeweils 4,3) ab.

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