Aktion gegen Diebstahl in Krankenhäusern

Kriminalprävention

Besonders Kranke und Alte sind Dieben ziemlich schutzlos ausgeliefert. Um Diebstahl in Krankenhäusern und Pflegeheimen zu verhindern, will die Polizei nun Aufmerksamkeit schaffen, trotz geringer Fallzahlen.

WERNE/KREIS UNNA

von Von Michael Jochimsen

, 13.03.2013, 18:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stellten die Info-Karten zu Diebstahl in Krankenhäusern und Pflegeheimen vor: Landrat Michael Makiolla (v.l.), Kriminaldirektor Peter Andres (v.r.), Vorsitzender der Ärztevereins Unna Dr. Marcus Dormann (h.l.) und der Leiter des Kommissariates Kriminalprävention KLaus Stindt (h.r.)

Stellten die Info-Karten zu Diebstahl in Krankenhäusern und Pflegeheimen vor: Landrat Michael Makiolla (v.l.), Kriminaldirektor Peter Andres (v.r.), Vorsitzender der Ärztevereins Unna Dr. Marcus Dormann (h.l.) und der Leiter des Kommissariates Kriminalprävention KLaus Stindt (h.r.)

Die Polizei sieht Handlungsbedarf, trotz weniger Fälle – im St.-Christophorus-Krankenhaus wurden im vergangenen Jahr 13, im Altenheim 2, gemeldet. Das Thema sei wichtig, weil die Betroffenen einen Diebstahl als besonders schlimm empfinden, erklärt Klaus Stindt, Leiter des Kommissariats für Kriminalprävention und Opferschutz.Nun wollen Polizei und Ärzte- und Pflegeverbände Informationsarbeit leisten. Im vergangenen Sommer hatte das Projekt „Senioren helfen Senioren“ die Polizei auf diese Problematik aufmerksam gemacht, sagt Kriminaldirektor Peter Andres. „Die Senioren hatten erzählt, dass viele alleinstehende Patienten viel Geld ins Krankenhaus mitnehmen, weil sie einen Einbruch in ihrem leeren Haus befürchten.“ Dabei müssten sie sich aber darüber im Klaren sein, dass auch das Krankenhaus kein sicherer Ort für ihr Geld ist. Deshalb sollten sowohl die Patienten, als auch die Mitarbeiter der Einrichtungen aufgeklärt werden. „Wir wollen im kommenden Monat mit ersten Schulungen von Mitarbeitern beginnen“, erklärt Stindt.  

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