Am Wiehagen: Anwohner wehrt sich gegen Raser

Schwelle auf Straße entfernt

Vor 27 Jahren ist Familie Schmidt an den Wiehagen in Werne gezogen. In den südlichen Teil. Dort war es ruhig, hohe Schwellen bremsten den Verkehr. Anwohner hatten 1986 für die Verkehrsberuhigung gezahlt. Vor einem Jahr hat die Stadt eine der Schwellen jedoch abgesenkt. Aber Anwohner Siegfried Schmidt wehrt sich.

WERNE

, 20.07.2016, 14:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Wiehagen: Anwohner wehrt sich gegen Raser

Siegfried Schmidt (74) wehrt sich gegen Raser.

„Damals gab es noch keine verkehrsberuhigten Schwellen“, erinnert Siegfried Schmidt (74) an die einstige Bürgerinitiative, die sich für die Verkehrsberuhigung im Wiehagen einsetzte. Die Anwohner hatten damals gesammelt, jeder musste 250 Mark geben, dann baute die Stadt 1986 die Straße Wiehagen zur verkehrsberuhigten Zone aus. Die Stadt war mit der Verkehrsberuhigung einverstanden, hatte jedoch selbst nicht das Geld. Die Bürger sprangen ein.

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Schwellen am südlichen Teil des Wiehagens wurden entfernt

Als es vor 27 Jahren an dem Wienhagen noch keine verkehrsberuhigten Schwellen gab, setzte sich eine Bürgerinitiative dafür ein. Seitdem gilt der Bereich als verkehrsberuhigt. Seit einem Jahr sind die Schwellen nun aber wieder weg. Mit der Konsequenz, dass einige Autos wieder schnell unterwegs sind. In unserer Fotostrecke zeigen wir, wie sich Anwohner Siegfried Schmidt dagegen wehrt.
20.07.2016
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Die Schwelle, die Autofahrer ausbremsen soll in der Straße Am Wiehagen, wurde stark abgesenkt - zum Leidwesen der Anwohner.© Foto: Helga Felgenträger
An der nächsten Stichstraße ist die Schwelle wieder in der alten Höhe.© Foto: Helga Felgenträger
Das Ein- und Ausfahren kann ganz schön eng werden. Oftmals wird hier die Ecke geschnitten, hat die Familie Schmidt schon mehr als einmal erlebt.© Foto: Helga Felgenträger
Da die Einfahrt zur Stichstraße nicht gut zu erkennen ist, hat die Stadt dort jetzt ein Verkehrsschild aufgestellt.© Foto: Helga Felgenträger
Siegfried Schmidt (74) hat jetzt einen bunten Stab ausgestellt. Das hat er sich aus Holland abgeguckt.© Foto: Helga Felgenträger
Der farbige Stab soll die Autofahrer auf die Engstelle an der Stichstraße hinweisen.© Foto: Helga Felgenträger
Siegfried Schmidt (74) wehrt sich gegen Raser.© Foto: Helga Felgenträger
Siegfried Schmidt (74) hat jetzt einen bunten Stab ausgestellt. Das hat er sich aus Holland abgeguckt.© Foto: Helga Felgenträger
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Seit einem Jahr ist die Schwelle in Höhe seines Hauses nur noch ganz flach, bedauert der Anwohner. Die Stadt Werne hat sie abgesenkt. „Die Autofahrer fahren immer schneller“, stellt er fest. Sie wissen inzwischen, dass man an dieser Stelle das Tempo nicht mehr reduzieren muss. Letztens ist seine Frau bei der Gartenarbeit im Vorbeet fast überfahren worden. 

Das Ein- und Ausfahren kann an dieser Stelle ganz schön eng werden. Oftmals wird hier die Ecke geschnitten, das hat die Familie Schmidt schon mehr als einmal erlebt.

Von Holland inspiriert

Er hat sich nun selbst beholfen und einen bunten Stab an die Ecke vor seinem Haus gestellt. Das hatte er sich aus Holland abgeschaut. „Dort steht vor jedem Kindergarten so ein bunter Stab.“

Warum wurde die Schwelle gesenkt?

Die Schwelle war regelmäßig kaputt, daraufhin hatte die Stadt die Schwelle abgebaut. „Hier gab es auch immer wieder Probleme mit der Entwässerung“, sagt Gisbert Bensch von der Stadt Werne auf Anfrage unserer Redaktion. Weil die Schwelle an dieser Stelle so hoch war, konnte das Regenwasser schlecht ablaufen. Man habe die Straße hier den Gegebenheiten anpassen müssen, sagt Bensch.

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