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Amazon-Mitarbeiter streiken weiter - Videospiel-Fans zittern um die Lieferung von Fifa

Streik bei Amazon

Die Amazon-Mitarbeiter in Werne und Rheinberg streiken passend zum Erscheinungstermin des Fußball-Videospiels Fifa 19. Müssen nun Hunderttausende Vorbesteller länger warten?

Werne

, 27.09.2018 / Lesedauer: 3 min
Amazon-Mitarbeiter streiken weiter - Videospiel-Fans zittern um die Lieferung von Fifa

Mitarbeiter von Amazon streiken am Donnerstag. © Jörg Heckenkamp (A)

Update 28. September: Auch am Erscheinungstag von Fifa 19 befinden sich einige der Amazon-Mitarbeiter in Werne weiter im Streik. „Beim Fußball zählt der lange Atem“, sagt die Landesbezirksfachbereichsleiterin für den Handel bei ver.di in NRW, Silke Zimmer. Dies gelte auch für viele Tarifauseinandersetzungen.

Auch andere Unternehmen hätten sich dem langfristigen Druck der Kollegen beugen müssen und sind nach jahrelanger Auseinandersetzung letztlich doch in die Tarifbindung gegangen. „Wir werden diese Tarifbindung auch bei Amazon erreichen, weil wir die bessere Kondition haben“, so Zimmer weiter.

Ursprungsmeldung: Es ist die Zeit des Jahres, auf die alleine in Deutschland Hunderttausende Fußballfans warten. Am 28. September erscheint mit Fifa 19 der neueste Ableger der Videospiel-Reihe. Passend zum Veröffentlichungstermin hat die Gewerkschaft Verdi einen Tag vor dem Erscheinungstermin am Donnerstag einen Streik angekündigt.

Fifa 19 sei „seit Längerem angekündigt und Amazon garantiert eine Lieferung am Erscheinungstermin. Diese Zusage ist auf dem Rücken der Beschäftigten gemacht worden“, heißt es im Schreiben von Verdi.

Mitarbeiter wollen Widerspruch deutlich machen

Die Mitarbeiter setzen sich mit dem Streik dafür ein, dass sie nach den Tarifverträgen des Einzelhandels bezahlt werden. Durch den gewählten Zeitpunkt wolle man den Widerspruch zwischen Zusicherung gegenüber den Kunden und der „Vorenthaltung“ eines Tarifvertrages signalisieren.

„So wie viele Spielerinnen und Spieler auf die Auslieferung des neuen Fifa-Spiels warten, warten die Beschäftigten auf faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen“, sagt Silke Zimmer, Landesbezirksfachbereichsleiterin für den Handel bei Verdi in NRW.

Amazon will nicht durch den Streik handeln

Die Not, aufgrund des Streiks zu handeln, sieht Amazon nicht. „Amazon führt an allen Standorten jährlich eine Lohnüberprüfung durch, so auch in Werne und Rheinberg. Beide Standorte erhöhen für 2018 den Basislohn um 2 Prozent für alle Versandmitarbeiter“, sagt Michael Schneider, Public Relations Manager von Amazon, auf Anfrage dieser Redaktion.

Seine Kunden kann Amazon beruhigen: „Der Streik hat keinen Einfluss auf die Einhaltung unseres Kundenversprechens, denn die überwältigende Mehrheit unserer Mitarbeiter arbeitet normal“, so Schneider. Das gelte auch für das neue Fifa-Spiel, das gar nicht in dem Werner Logistikzentrum gelagert werde.

Alleine zwei Millionen Einheiten des Spiels wurden vom Vorgänger, Fifa 18, in Deutschland verkauft. Weltweit waren es sogar mehr als 24 Millionen.

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