Anwohner bezweifeln Reduzierung des Lärms

Ausbau der A1

Der geplante sechsspurige Ausbau der Autobahn A1 wird für Werne-Stockum eine Verminderung der Lärmbelästigung geben. Aber womöglich nicht für alle Bereiche im gleichen Maße.

WERNE

von Von Arndt Brede

, 10.09.2012, 19:43 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Stadt Werne in Person von Bürgermeister Lothar Christ hatte eingeladen und Experten mitgebracht. Vertreter des Landesverkehrsministeriums und des Landesbetriebs Straßen.NRW, die im Wesentlichen mit den Planungen betraut sind, nahmen einige Hausaufgaben mit. Waren die meisten der Anwesenden erfreut zu hören, dass im Bereich Stockum so genannter Flüsterasphalt geplant ist und die vorhandene, bisher 700 Meter lange, 3,50 Meter hohe Lärmschutzwand gegen eine 1,2 Kilometer lange, acht Meter hohe Wand auf der Ostseite – also Richtung Stockum – ersetzt wird, waren die anwesenden Bewohner westlich der A1 nahezu entsetzt, dass auf „ihrer“ Seite der Autobahn keine Lärmschutzwand geplant ist. Weil es eben nur vereinzelte Bebauung westlich der A1 gebe, so die Begründung.

Da hatten es die Experten schwer, ihnen zu erklären, dass sich der Lärm auch nach Westen schon allein deshalb reduzieren werde, weil ja Flüsterasphalt den Krach schlucke. Die „westlichen“ Bewohner zweifeln, dass der Lärm optimal gedämpft wird. Zumal die A1 in ihre Richtung verbreitert werden soll. Die Option, die aus dem Ministerium und dem Landesbetrieb angeboten wurde, nämlich passiver Lärmschutz, reiche nicht aus, kritisierten die anwesenden Betroffenen. Es wird weitere Infoveranstaltungen geben, in der Wünsche für die Planungen aufgenommen werden. Zum Baubeginn konnten die Experten noch nichts sagen.

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