Architekt stellte Pläne für neue Wiehagen-Schule vor

Grundschule mit Lernlandschaft

Die Stadt Werne hat jetzt konkrete Pläne für den Neubau der Wiehagen-Grundschule. Entstehen soll ein moderner Würfelkomplex mit integrierten Lernlandschaften. Das Projekt kostet rund zehn Millionen Euro und ist ein Meilenstein in Wernes Entwicklung.

WERNE

, 17.03.2016, 17:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Schulzentrum an der Bahnhofstraße ist neugebaut, Uhland- und Kardinal-von-Galen-Grundschule bekamen je einen Anbau. Mit dem Bau der neuen Wiehagen-Schule steht jetzt das vierte große Projekt im Bereich Bildung an.

Bald drei Grundschulen in Werne

Die Grundschule am Standort der ehemaligen Weihbachschule wird das 105 Jahre alte Gebäude der Wiehagenschule an der Horster Straße ersetzen. Parallel läuft die Wienbredeschule an der Schulstraße aus. Bald wird es also insgesamt drei Grundschulen im Stadtgebiet geben.

Die Stadtverwaltung hatte im Vorfeld alle möglichen Szenarien durchgespielt und sich schließlich für einen Neubau an der Stockumer Straße entschieden. Dies sei sowohl pädagogisch als auch wirtschaftlich die sinnvollste Lösung. „Die Gebäude von Wienbrede- und Wiehagenschule zu erhalten, hätte schon energetisch keinen Sinn gemacht“, so Bürgermeister Lothar Christ. Schuldezernentin Elke Kappen ergänzt: „Der Klassenraum hat mittlerweile eine pädagogische Bedeutung, die unsere alten Gebäude gar nicht hergeben können.“

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Was das konkret heißt, zeigte Architekt Prof. Klaus Legner anhand der jetzt vorliegenden Entwurfsplanung: „Das Raumkonzept ermöglicht es, die einzelnen Geschosse unterschiedlich einzuteilen.“ Sowohl Klassen desselben Jahrgangs als auch gemischte Altersgruppen können direkt nebeneinander lernen. „Die Flure selbst sind größer gestaltet und bieten Lerninseln, so dass eine Lernnachbarschaft entsteht.“

Die neue Grundschule soll aus zwei dreigeschossigen Lernhäusern in Würfelform bestehen, die durch einen dritten Würfel mit Mensa, lichtdurchflutetem Foyer und Gemeinschaftsräumen verbunden werden. Im Entwurf bildet der Komplex zusammen mit der gegenüberliegenden, bereits bestehenden Turnhalle den Schulhof, der sowohl über die Stockumer Straße als auch über die Straße Am Weihbach erreichbar ist. Auf dem Dach des Neubaus sollen Solaranlagen Platz finden.

Bauantrag noch dieses Jahr

Klaudia Funk-Bögershausen, Leiterin der Wiehagenschule, freut sich bereits auf das neue Zuhause: „Wir haben hier eine funktionale Architektur, in der wir unsere Pädagogik wiederfinden können.“

Nun geht es in die Detailplanung. Ein Bauantrag könnte Ende des Jahres gestellt werden, der Baubeginn wäre dann im Frühjahr 2017 möglich. Bis Ende 2018 soll alles fertig sein. „Wann und wie die Schule am besten umzieht, werden wir dann schauen“, so Schuldezernentin Kappen. Die Kosten für den Neubau sind auf rund zehn Millionen Euro angesetzt.

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