Aufholen nach Corona - mit dem gleichnamigen Programm fördert der Bund Maßnahmen zur Lernförderung und Freizeitgestaltung in der Corona-Pandemie. Erste Fördergelder sind in Werne bereits ausgegeben worden. © dpa
Coronavirus in Werne

„Aufholen nach Corona“: Große Summe an Fördergeldern fließt nach Werne

Studien zeigen, dass sich die Corona-Krise langfristig auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auswirken kann. Um darauf zu reagieren, fließen Fördergelder. In Werne wurden die teilweise schon ausgegeben.

Finanzspritze für die Folgen der Corona-Pandemie: Mit dem Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ stellt die Bundesregierung eine Fördersumme von insgesamt zwei Milliarden Euro bis Ende 2022 für die Kommunen zur Verfügung. Um den langfristigen Folgen der Krise bei jungen Menschen entgegen zu wirken, bekommt die Stadt Werne nach jetzigem Stand direkte aus dem Programm knapp 50.000 Euro in diesem Jahr vom Bund.

Für das kommende Jahr rechnet man mit der doppelten Summe, erklärte Wiebke Kramer vom Allgemeinen Sozialen Dienst der Stadt Werne im jüngsten Jugendhilfeausschuss. Das Aktionsprogramm ist in verschiedene Schwerpunkte unterteilt.

Demnach fließen in diesem Jahr für den Zeitraum Juli bis Dezember 2021 41.807 Euro in den Bereich öffentliche und freie Kinder- und Jugendhilfe sowie 6250 Euro in den Bereich Frühe Hilfen. Damit können beispielsweise Projekte der frühkindlichen Förderung, Vater-Kind-Nachmittage oder Ferienfreizeiten finanziert werden.

Zusätzliche Mittel für Schulen in Werne

Darüber hinaus gibt es aber für die Schulträger selbst weitere Mittel, um die Förderung von Kindern und Jugendlichen im Schulalltag zu unterstützen, heißt es weiter seitens der Stadtverwaltung. Demnach fließen aus dem für NRW zugewiesenen Fördermitteltopf von insgesamt 430 Millionen Euro etwa 258.019 Euro an die Schulen in Werne.

Je nach Schülerzahl werde das Geld aufgeteilt. Auch das nicht in städtischer Trägerschaft geführte St.-Christophorus-Gymnasium gehöre dazu, führte Kramer aus. 30 Prozent dieser Mittel seien bereits an die Schulen geflossen. In Kürze sollen 30 Prozent in Bildungsgutscheine verteilt werden. Bis zu 40 Prozent der Mittel können direkt in das Schulträgerbudget fließen.

Zusätzliche Schulsozialarbeit

Einige Maßnahmen seien bereits umgesetzt worden, wie Wiebke Kramer weiter berichtet. Demnach konnte man die Schulsozialarbeit auf vier Stunden in der Woche an der Uhlandschule und auf elf Stunden in der Woche an der Marga-Spiegel-Sekundarschule aufstocken. Darüber hinaus sollen Projekte wie Lernpaten, bei dem Gymnasiasten Grundschülern Nachhilfe geben, gefördert werden. Als weitere Ideen nannte Kramer gezielte Maßnahmen in der Leseförderung oder Hausaufgabenbetreuung an Grundschulen.

Weil man im kommenden Jahr laut Wiebke Kramer mit der doppelten Fördersumme rechnen kann, werde man sich in Kürze mit allen Akteuren aus dem Kinder- und Jugendbereich austauschen. „Wir möchten mit ihnen ins Gespräch kommen, damit wir möglichst alle Bedürfnisse mitbekommen, sie klären und dann darauf reagieren können“, erklärte Kramer abschließend.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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