Ausweis und Bankkarte von Werner aufgehoben - Anklage wegen Unterschlagung

rnGerichtsprozesse in Werne

Weil ein Dortmunder den Ausweis und die Bankkarte eines Mannes aus Werne in seinem Portemonnaie hatte, als die Polizei ihn überprüfte, musste sich der Iserlohner nun vor Gericht verantworten.

von Sylvia Mönnig

Werne, Lünen, Dortmund

, 10.11.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine Bankkarte und ein Personalausweis, die einem Werner abhandenkamen, wurden später bei einem Dortmunder gefunden. Der geriet so in Verdacht, sich einer Unterschlagung schuldig gemacht zu haben. Vor Gericht beteuerte er nun seine Unschuld. Mit Erfolg.

Vermutlich verlor der Betroffene aus Werne Karte und Ausweis während einer Taxifahrt Mitte Dezember 2019. Monate später geriet der 38-jährige Dortmunder dann in eine Polizeikontrolle und bei der Gelegenheit wurde beides in seinem Portemonnaie entdeckt.

Angeklagter gab an, Ausweis und Bankkarte aufheben zu wollen

Vor dem Amtsgericht Lünen bestritt er jetzt allerdings energisch, etwas Böses im Sinn gehabt zu haben. Im Gegenteil: Er habe das fremde Gut nur aufheben wollen, bis der Besitzer wieder auftauchen würde. Als er Ende März von der Polizei kontrolliert worden sei, habe er gerade in einem Handy-Shop in Iserlohn gearbeitet.

Dort sei ein „Kunde“ gekommen, habe einen Vertrag abschließen wollen, sei vor die Tür gegangen, um kurz eine Zigarette zu rauchen und sei dann nicht zurückgekehrt. Ausweis und Bankkarte habe der Mann einfach dort liegen gelassen. Nur zur Sicherheit habe er beides an sich genommen, um es später zurückzugeben. Eine Version, die sich aus Sicht des Gerichts letztlich nicht widerlegen ließ. Die Folge: Der Angeklagte wurde freigesprochen.

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