Werner Autohaus bietet Pflegern und Co. jetzt Mietwagen für 15 Euro pro Woche

rnAutohaus in Werne

Im Autohaus Brümmer und Henkelmann bekommen Menschen aus systemrelevanten Berufen in Zeiten von Corona Mietwagen zu ganz besonderen Konditionen - wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Werne

, 09.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Ausstellungsraum des Autohauses Brümmer und Henkelmann herrscht derzeit Leere - zumindest in Sachen Kundenverkehr. Niemand ist da, der eines der verschiedenen Fahrzeugmodelle bestaunt. Und niemand, der sich von Angesicht zu Angesicht beraten lässt. In Zeiten von Corona ist das freilich kein überraschendes Bild.

„Beraten und verkaufen dürfen wir aktuell nur auf digitalem Weg. Auslieferungen sind theoretisch erlaubt - aber die müssten kontaktlos erfolgen. Das ist natürlich schwierig. Die Sicherheit unserer Kunden und Mitarbeiter hat schließlich absoluten Vorrang“, sagt Geschäftsführer Markus Henkelmann.

Werkstattbetrieb in Werne läuft normal weiter

Der Werkstattservice arbeitet derzeit normal. Allerdings ist die Nachfrage nach TÜV-Abnahmen, Reparaturen und Co. in den vergangenen Wochen durchaus zurückgegangen. Viele Menschen halten sich an die von der Regierung und Ärzten ausgesprochenen Maximen: Zuhause bleiben und auf alles, was nicht unbedingt erforderlich ist, verzichten.

Doch da gibt es natürlich auch diejenigen Menschen, die sich nicht einfach zurückziehen können. Das sind die, die in „systemrelevanten Berufen“ arbeiten. Und davon gibt es nicht wenige: Apothekenmitarbeiter, Kranken- und Rettungsdienstmitarbeiter, Pflege- und Betreuungspersonal, Beschäftigte im Lebensmittelhandel oder private Helfer für Risikogruppen zum Beispiel. Die Liste ist lang.

„Es geht nicht darum, kostengünstig am Wochenende Cabrio zu fahren. Sie sollen damit zum Dienst fahren.“
Markus Henkelmann

Für diese Menschen hat sich die Volkswagen AG etwas überlegt: Seit Montag haben Zugehörige all dieser Berufsgruppen die Möglichkeit, Fahrzeuge zu besonderen Konditionen zu mieten. „Wir wollen damit die Leute unterstützen, die den Laden am Laufen halten“, sagt Henkelmann. Konkret bedeutet das: Für ein Mietfahrzeug - etwa einen VW Polo oder Golf - zahlen Menschen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, lediglich 15 Euro. Und zwar pro Woche.

„Das Angebot richtet sich natürlich nicht an den gut verdienenden Chefarzt, sondern an diejenigen, die kein eigenes Fahrzeug haben. Sie müssen uns nur nachweisen, dass sie in einem dieser Berufe tätig sind. Dann können sie das Angebot nutzen“, so Henkelmann.

Bis zu acht Fahrzeuge stehen für die Aktion bereit

Man wolle so für die „Mobilhaltung“ dieser Personen sorgen - insbesondere, wenn sie die öffentlichen Verkehrsmittel nicht mehr nutzen können, aber eigentlich darauf angewiesen sind. Denn das ist Henkelmann wichtig: „Es geht nicht darum, kostengünstig am Wochenende Cabrio zu fahren. Sie sollen damit zum Dienst fahren.“

Sieben bis acht Fahrzeuge will das Werner Autohaus dafür zur Verfügung stellen. Bei entsprechender Nachfrage seien auch mehr möglich, sagt der Geschäftsführer: „Allerdings müssen wir dann schauen, wie die Straßenverkehrsämter gerade aufgestellt sind. Die arbeiten auch unter erschwerten Bedingungen. Und dann dauert es schon mal etwas länger, bis man eine Zulassung bekommt.“

Mit dem Krankenhaus habe er bereits gesprochen. Und da habe man grundsätzlich auch Interesse signalisiert. Gut möglich also, dass die ein oder andere Pflegekraft künftig mit einem Mietwagen zu ihrem Arbeitsplatz fährt. Um den Laden am Laufen zu halten.

Das Angebot im Detail

  • Das Angebot ist Teil der deutschlandweiten Volkswagen-Aktion #wirfüreuch.
  • Ein Mietwagen kostet 15 Euro pro Woche und darf maximal 100 Kilometer am Tag gefahren werden. Die Mietdauer liegt bei einer bis vier Wochen, spätestes Mietende ist der 30. Mai.
  • Vollkaskoversicherung mit 150 Euro Selbstbeteiligung, 150 Euro Anzahlung, Kraftstoff- und Reinigungskosten trägt der Nutzer (falls nicht Eigenreinigung).
  • Eine Bonitätsprüfung des Mieters ist ebenfalls notwendig und erfordert die Vorlage einer Kreditkarte.
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