Lange steht das Geschäft an der Steinstraße leer. Die Suche nach einem Mieter geht weiter. Dabei gibt es Diskussionen um eine Erweiterung der Bäckerei Kanne und eine Absage einer Arztpraxis.

Werne

, 16.05.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Morgens sind die Tische im Café der Bäckerei Kanne nicht selten belegt. Regelmäßig treffen sich hier Werner Bürger, um sich auszutauschen. Vor allem an dem Markttagen ist die Bäckerei gut besucht. Die Idee, das Café durch das angrenzende Ladenlokal zu vergrößern, liegt nahe.

So munkeln einige Werner, dass sich die Bäckerei vergrößern könnte, stehen die Räume nebenan doch schon seit längerer Zeit leer. Doch an den Gerüchten ist nichts dran, wie Inhaber Wilhelm Kanne junior, auf Anfrage erklärt. „Wir planen keine Erweiterung der Bäckerei in Werne“, so Kanne.

Ladenlokal steht schon seit Monaten leer

So bleiben die Räume auf der Ecke Steinstraße/Magdalenenstraße weiterhin leer. Seit Dezember 2018 ist der Vormieter ausgezogen. Schon vor rund einem Jahr hatte die Modeboutique „Catwalk“ den Schlussverkauf eingeläutet und wenige Monaten das Geschäft aufgegeben.

Zehn Jahre lang haben Yvonne Herrmann und Ralph Breitmoser mit ihren Mitarbeitern Trendmode für Frauen angeboten. Seit der Schließung des Modegeschäfts steht das 140 Quadratmeter große Ladenlokal leer.

Ehemalige „Catwalk“-Räume: Bäckerei-Vergrößerung in Diskussion und Absage von Arztpraxis

Wilhelm Kanne junior, Inhaber der Bäckerei Kanne, dementiert die Gerüchte um eine Erweiterung der Bäckerei. © Mario Bartlewski

Exklusive Lage in der Fußgängerzone

Es gehört wie auch die Räumlichkeiten der angrenzenden Bäckerei Kanne der Vermieterin Ursula Schulze Bisping. Sie ist weiterhin auf der Suche nach einem Nachfolger für das Ladenlokal in exklusiver Lage der Werner Innenstadt.

Doch bislang seien die Gespräche nicht positiv ausgegangen, erzählt sie. „Wir möchten keine Branche in das Lokal nehmen, von der es schon ein Geschäft im näheren Umkreis gibt“, erklärt Ursula Schulze Bisping.

Ansiedlung von Arztpraxis scheitert

Eine Arztpraxis hätte sie sich hingegen vorstellen können. Laut Schulze Bisping habe sie auch Gespräche mit dem neuen Augenarzt, Mouhanad Al-Ani, geführt. Doch er habe sich schließlich für die Ansiedlung im Nordlippepark entschieden. Aufgrund der Größe des Ladenlokals in der Innenstadt und den fehlenden Parkplätzen habe Al-Ani sich gegen die Räume in der Werner Fußgängerzone entschieden.

Weil sich die Suche nach einem Mieter nicht einfach darstellt, schließt Vermieterin Schulze Bisping auch nicht aus, aus den Geschäftsräumen bis zu zwei Wohnungen zu machen. „Aber auf dem Gebäude liegt Denkmalschutz,“, blickt die Vermieterin auf gewisse Vorgaben.

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