Ein Waldspaziergang kann toll sein. Das Rauschen des Windes, die zwitschernden Vögel und das Knistern der Äste. Doch die Äste können in diesen Tagen gefährlich werden.

von Leandra Stampoulis

Werne

, 14.08.2018, 14:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wer zurzeit einen Spaziergang im erfrischenden Wald macht, sollte immer auch einmal den Blick nach oben richten. Man sollte immer seine gesamten Sinne in der Natur schärfen, meint Förster Adamek der Stadt Werne. Äste können immer von den Bäumen herunterfallen, das sei eine typische Gefahr im Wald, so Adamek. Im Sommer kann es aber zusätzlich noch zu sogenannten Sommerbrüchen kommen.

Auch gesunde Äste können fallen

Die entstehen durch die extremen Wetterbedingungen in der vergangenen Zeit. Die extreme Trockenheit lässt die Bäume kontrolliert grüne Äste abwerfen.

„Die Blätter an den Bäumen verdünsten Wasser. Und da die Bäume durch die lange Trockenzeit keines bekommen, werfen sie die grünen Äste systematisch ab“, erklärt Adamek, der auch für den Stadtwald verantwortlich ist.

Noch keine Vorkehrungen

Vorkehrungen, damit Äste niemanden auf den Kopf fallen, werden aber erst einmal nicht getroffen. „Man kann nicht jeden Ast abschneiden, damit sie nicht herunterfallen. Dafür gibt es zu viele Äste im Wald“, ergänzt der Förster.

Auch Burkhard Klinkhammer aus der Umweltabteilung der Stadt sieht das Problem von Sommerbrüchen nicht allzu drastisch. „Es ist ganz natürlich, dass Bäume ihre Äste abwerfen, damit muss man bei einem Waldspaziergang immer rechnen.“

Es braucht nicht viel Wind

Ein Sommerbruch kann auch ohne weitere Einwirkungen passieren. Durch die Trockenheit verlieren die Äste an Elastizität: „Es muss nicht besonders windig sein. Da reicht schon ein kleiner Windzug. Im Wald sollte man immer auf ein Knacken der Bäume achten“, meint auch Förster Adamek.

Die Feuerwehr Werne hatte bis jetzt erst einen Fall eines Sommerbruchs am Goetheweg. Dort war ein Ast ohne große Windeinwirkung auf die Straße gefallen, aber hatte keinen größeren Schaden angerichtet.„Wir haben jetzt in letzter Zeit nicht mehr Einsätze wegen abgebrochenen Ästen“, sagt Dr. Bodo Bernsdorf von der Freiwilligen Feuerwehr Werne.

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