Furcht vor langwieriger Gleis-Reparatur und einer Komplett-Sperrung

rn„Bahngipfel“

Politiker aus der Region üben den Schulterschluss und fordern die unverzügliche Reparatur des Bahngleises zwischen Dortmund und Münster. Doch die Realität könnte erschreckend aussehen.

Werne, Dortmund, Lünen, Nordkirchen, Ascheberg

, 29.03.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auf einem „Bahngipfel“ in Werne, auf halber Strecke zwischen Dortmund und Münster, forderten Politiker aus der Region die „unverzügliche Reparatur“ des Gleises sowie den schnellen Einstieg in die Planungen zu einem zweigleisigen Ausbau.

Ob dieser politische Schulterschluss etwas bewirken kann, ist unsicher. Zumal am Horizont das Gespenst einer langwierigen Wiederherstellung auftaucht. Markus Lewe, Oberbürgermeister aus Münster: „Es geht das Gerücht um, dass die Reparatur-Arbeiten aufwendiger und zeitintensiver sind und dass es sogar zu einer halbjährlichen Streckensperrung kommen kann.“

Furcht vor langwieriger Gleis-Reparatur und einer Komplett-Sperrung

Die Politiker und Beamten schauten sich auch den Werner Bahnhof an. © Jörg Heckenkamp

Auch Lothar Christ schwant Böses, was den Zustand des Gleiskörpers zwischen Ascheberg und Lünen angeht. „Die Bahn will sich nächste Woche offiziell erklären“, sagte Christ am Freitag (29. März) beim Pressegespräch im Alten Rathaus. Möglicherweise kämen dann üble Informationen auf die Beteiligten zu.

Bei dem Gespräch betonten alle Politiker die Wichtigkeit einer jetzt funktionierenden und später einmal zweigleisigen Verbindung zwischen Münster und Dortmund. Arnold Reeker, technischer Beigeordneter aus Lünen, verwies darauf, „dass das schlechte Bahnangebot die Leute zum Pkw“ treibe.

Die Bürgermeister Dietmar Bergmann aus Nordkirchen und Dr. Bert Risthaus aus Ascheberg hoben die Wichtigkeit der Bahn-Mobilität hervor. Ullrich Sierau, Dortmunds OB, beschwor die Einigkeit der beteiligten Städte und Kreise: „Das ist der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Terminen, auf denen wir für unser Anliegen kämpfen wollen.“

So sei geplant, sich mit den Industrie- und Handelskammern, den Verkehrsverbünden und Handelsverbänden an einen Tisch zu setzen, „um die unverzügliche Reparatur zu fordern“, so Markus Lewe, OB aus Münster.

Der trockene Sommer 2018 sorgte im Ton-Untergrund an verschiedenen Stelle für Austrocknungen und Veränderungen im Gleiskörper. Zwei Stellen zwischen Ascheberg und Lünen sind so stark betroffen, dass aufwendige Reparaturen nötig sind und ICs und Güterzüge zunächst bis Juni zwischen Münster und Dortmund nicht fahren dürfen. Die Eurobahn muss streckenweise langsamer fahren.
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