Besuchsverbot im Christophorus-Krankenhaus - planbare Eingriffe werden verschoben

Christophorus-Krankenhaus

Seit Montag, 16. März, ist das Christophorus-Krankenhaus für Besucher geschlossen. Notfälle werden weiterhin behandelt, planbare Operationen jedoch verschoben.

Werne

, 16.03.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Christophorus-Krankenhaus wird bis auf Weiteres für Besucher geschlossen.

Das Christophorus-Krankenhaus wird bis auf Weiteres für Besucher geschlossen. © Foto: Sylvia vom Hofe

Aufgrund der Entwicklung des Coronavirus schließt das Christophorus-Krankenhaus in Werne seine Türen. Besucher dürfen seit Montag, 16. März, nur noch in dringenden Ausnahmefällen das Krankenhaus betreten. Notfälle werden weiterhin behandelt.

„Das Katholische-Klinikum Lünen-Werne ist voll handlungsfähig und wird auch weiterhin die Notfallversorgung unter anderem mit Herzinfarkt, Schlaganfall, Unfallverletzte, die Versorgung mit Intensivmedizin und die Versorgung mit dringend notwendigen operativen Eingriffen und vielen anderen Behandlungen sicherstellen“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung.

Ausnahmen bei Schwerstkranken und werdenden Müttern

Das Katholische Klinikum Lünen-Werne hat schon früh einen zentralen COVID-Koordinationsstab eingerichtet, der notwendige Maßnahmen und organisatorische Änderungen laufend anpasst. Auch aufgrund des dringenden Appells der Bundesregierung und der Landesregierung NRW werden diese Maßnahmen nun wie folgt umgesetzt:

  • Ausnahmen für das Besuchsverbot gibt es lediglich bei besonderen medizinischen Gründen, zum Beispiel bei schwerstkranken Patienten, sowie für werdende Mütter in der Geburtshilflichen Klinik. In diesen Fällen ist der Besuch von maximal einem Angehörigen pro Tag ausnahmsweise gestattet. Diese Ausnahmen müssen vorab telefonisch mit den jeweiligen Mitarbeitenden der Station geklärt werden.
  • Das Besuchsverbot betrifft auch alle Angebote der Elternschule am St.-Marien-Hospital und die externen Gäste der Cafeteria.
  • Freiwerdende Kapazitäten an Betten und Personal werden dazu genutzt, um mehr Intensivbehandlungsplätze und Isolationsbetten zu schaffen und um möglichst viele Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen durch Covid-19 bereitstellen zu können.
  • Die in der Zentralen Notaufnahme integrierte Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung wird in das direkt neben dem Krankenhaus gelegene Gebäude „Aktivum“ verlegt.
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