Bottrop statt Ballermann: Mia Julia tourt durch Autokinos in Deutschland

rnVeranstaltungen in Corona-Krise

Nichts los am Ballermann: Die Discos sind geschlossen, die Sänger ohne Aufträge. Auch Mallorca-Sternchen Mia Julia, die lange in Werne gewohnt hat, tritt deshalb in Deutschland auf. In Autokinos.

Werne

, 08.07.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bottrop statt Ballermann und Autokino statt Bierkönig: Normalerweise ist die Partysaison auf Mallorca um diese Zeit in vollem Gange. Doch aufgrund der Corona-Krise sind die Discotheken wie Bierkönig oder Megapark auf der Baleareninsel geschlossen. Auch die Mallorca-Stars bekommen keine Aufträge am Ballermann. Mia Julia (33), die lange in Werne gewohnt hat, geht deshalb neue Wege und tourt durch Deutschland. Durch die in der Krise neu entstandenen Autokinos.

Statt ein Bad in der Menge zu genießen, singt Mia Julia von der Bühne in Richtung Parkplatz. Dort sitzen die Zuschauer dann in ihren Autos und wippen mit, hupen zwischendurch. Mehr geht nicht in dieser Corona-Krise.

Fans von Mia Julia sind dankbar

Das sei am Anfang auch etwas komisch gewesen, wie Mia Julia sagt: „Party ganz ohne Eskalation und Springen konnte ich mir nicht richtig vorstellen. Aber dann haben beim ersten Konzert die Autos gewackelt, die Leute haben geschrien und gewunken und es war eine geile Stimmung: Die Fans sind einfach dankbar, dass überhaupt was geht.“

Sie selbst wollte „den Kopf nicht in den Sand stecken“, als immer mehr Auftritte - eben unter anderem auf Mallorca - abgesagt wurden. Ein Auftritt im Autokino in Bottrop kann eine Show am Ballermann aber nicht ersetzen. Der Bierkönig fehle ihr schon sehr, so Mia Julia weiter.

Wie schwierig die Krise für das Mallorca-Sternchen ist, zeigte sie bereits Ende April nach den ersten Veranstaltungsabsagen. „Ich muss ständig flennen. Ich vermisse das so sehr mit euch!“, sagte sie im Video, das sie auf ihrer Instagram-Seite zeigte.

Tanzen nicht erlaubt

Ob und wie es am Ballermann weitergeht, entscheiden die Behörden der Baleareninsel kurzfristig. Wann die großen Discotheken wie Bierkönig mit rund 3000 Plätzen oder Megapark mit gut 1500 Plätzen wieder öffnen, beraten die Verantwortlichen alle 15 Tage neu.

Discos mit maximal 300 Plätzen dürfen hingegen seit der Aufhebung des Notstands am 21. Juni wieder öffnen. Allerdings herrschen dann auch strikte Regeln. Nur zwei Drittel der sonst erlaubten Gästezahl dürfen hinein und müssen ganz ohne Tanzfläche auskommen: Die bleibt geschlossen, dafür stehen dort Tische, an denen die Clubbesucher Platz nehmen müssen.

Mit Material von dpa

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