Münsterstraße wird für Brückenabriss komplett gesperrt: Kreisel bekommt großen Durchmesser

Stadtentwicklung

Der Bau des Kreisverkehres an der Münsterstraße, Höhe Becklohhof, kann forciert werden. Nun gab die Politik grünes Licht für den Ausbau. Zunächst steht ab September der Abriss der Brücke an.

Werne

10.05.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Abriss der Fußgängerbrücke über die Münsterstraße soll im September beginnen. Nun gab die Politik grünes Licht für den Bau des Kreisverkehrs. Dafür muss zunächst die Brücke weichen.

Der Abriss der Fußgängerbrücke über die Münsterstraße soll im September beginnen. Nun gab die Politik grünes Licht für den Bau des Kreisverkehrs. Dafür muss zunächst die Brücke weichen. © Jörg Heckenkamp (A)

Über einen Kreisverkehr an der Münsterstraße im Bereich Becklohhof haben die Werner lange diskutiert. Vor zwei Jahren stellten die Verantwortlichen schließlich konkrete Pläne im Zuge des Regionalprojektes „Werne neu verknüpft“ vor, die im Stadtrat beschlossen wurden.

Für den Baubeginn des Kreisels und dem damit verbundenen Abriss der Fußgängerbrücke gab die Politik am Dienstag, 7. Mai, im Aussschuss für Stadtentwicklung, Planung, Umwelt und Verkehr endgültig grünes Licht.

Brückenabriss beginnt mit deutlicher Verspätung

So starten die Verantwortlichen um den Projektleiter Gisbert Bensch in die Leistungsausschreibung. Dabei soll möglichst eine Firma kombiniert für den Abriss der Brücke und den Bau des Kreisverkehrs gefunden werden.

„Wenn alles gut läuft und wir schnell eine Firma finden, dann werden wir mit dem Brückenabriss im September beginnen“, erklärte Bensch.

Eigentlich war der Abriss schon für 2018 geplant. Doch aufgrund der Verzögerung für den Förderbescheid der Bezirksregierung musste der Abriss verschoben werden. Nun soll die Brücke im September verschwinden.

Abriss dauert etwa eine Woche

Etwa eine Woche lang dauert das Abtragen des Bauwerks, das für viele Werner ein hässlicher Schandfleck ist. Für diese Zeit und während der darauffolgenden Asphaltarbeiten muss die viel befahrene Münsterstraße komplett gesperrt werden. Bereits weiträumig sollen die Autofahrer auf die Einschränkung hingewiesen werden, so Bensch.

Die Angst der Anlieger über mehr Verkehr am Becklohhof und an der Selmer Straße kann Bensch nicht teilen. „Die Autofahrer werden sich selbst die schnellste Alternative suchen. Und die führt nicht über diese Straßen“, so Bensch.

Die ersten Arbeiten für den Brückenabriss haben Ende des Jahres 2018 angefangen. Einige Platanen mussten weichen.

Die ersten Arbeiten für den Brückenabriss haben Ende des Jahres 2018 angefangen. Einige Platanen mussten weichen. © Jörg Heckenkamp (A)

Kreisel mit 30 Meter Durchmesser

Nach dem Abriss der Brücke starten die Bauarbeiten für den Kreisverkehr. Der wird mit einem Durchmesser von 30 Metern so groß wie der Kreisel am Salinenparc.

Dadurch erhofft sich Bensch, dass die Autofahrer auf der Münsterstraße langsamer fahren, „weil sie richtig ausholen müssen und nicht wie etwa am Kreisel am Kino geradeaus über den Kreisel fahren können“, so Bensch. Auch eine markante Gestaltung des Kreisverkehrs könne zu einer Tempodrosselung beitragen.

An dem neuen Kreisel, der Münsterstraße, Becklohhof und Burgstraße verbindet, führt ebenso ein Radweg, der an den Radschnellweg RS1 angebunden werden soll. Dabei setzen die Verantwortlichen auf eine sehr breite Wegeführung.

Höherer Zuschuss von der Bezirksregierung

Der neue Kreisverkehr, der rund 260.000 Euro kostet, soll Ende des Jahres 2019 fertiggestellt sein. Für die gesamte Maßnahme mit Planung, Brückenabriss und Bau des Kreisverkehrs sind 760.000 Euro im Haushalt eingeplant.

Die Bezirksregierung Arnsberg fördert den Ausbau des Kreisels laut Bensch mit nunmehr 75 Prozent. Zunächst ist die Stadtverwaltung von einem Zuschuss von 65 Prozent ausgegangen. Außerdem erhält die Stadt 30.000 Euro vom Land als Ausgleich für den Unterhaltungsrückstand der Fußgängerbrücke.

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